Kein tragfähiges Konzept

Kein Rettungsplan: Hammer Tierheim vor dem Aus

HAMM - Die Bemühungen für einen Rettungsplan des Tierheims mit angeschlossener Tierpension am Gallberger Weg sind gescheitert. Eine von der Mitgliederversammlung des Tierschutzvereins Hamm und Umgebung e.V. eingesetzte Kommission hat kein tragfähiges Konzept für einen Weiterbetrieb der Einrichtung am Gallberger Weg in Eigenregie gefunden, teilte der Vorstand am Montag mit.

Die Kommission „Pro Tierheim“ und der Vorstand würden den Mitgliedern nunmehr gemeinsam vorschlagen, das Vereinsgelände mitsamt der Bebauung der Stadt Hamm zu überlassen. Dieser Entschluss sei „einstimmig“ gefasst worden, hieß es am Montag vom Vorsitzenden Frank Bierkemper. Diesen Lösungsvorschlag hatte der Vorstand seinen Mitgliedern bereits Mitte April gemacht. Diese hatten die Übertragung des Tierheims an die Stadt aber verworfen und die Rettungskommission eingesetzt.

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Die Mitglieder würden nun für den 23. Juni erneut zu einer Versammlung eingeladen, die dann aber unter Ausschluss der Öffentlichkeit tagen werde, sagte Bierkemper. Grund für den Sinneswandel: „Weder eine detaillierte mittelfristige Finanzplanung noch weitere alternative Betriebsvarianten wurden vom Vorstand und der Kommission als realistisch beurteilt.“

Von der Entscheidung der Mitglieder werde zugleich auch abhängen, ob personelle Konsequenzen gezogen werden. „Von dem Beschluss wird abhängen, ob der amtierende Vorstand weiterhin die Verantwortung für den Tierschutzverein übernimmt“, sagte Bierkemper. Am Tag nach der Mitgliederversammlung werde der Vorstand dann eine Erklärung über die Zukunft des Tierheims abgeben. Außer ihm trägt auch Bierkempers Ehefrau Gerda als stellvertretende Vorsitzende im Vereinsvorstand Verantwortung. Der amtierende Vorstand wurde im September 2014 für drei Jahre gewählt.

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