18. Präsident

Keders nimmt Abschied:Langjähriger Präsident des Oberlandesgerichts Hamm scheidet aus Amt aus

+
Feierabend! OLG-Präsident Johannes Keders geht in den Ruhestand.

Hamm – Nach mehr als elf Jahren an der Spitze des Oberlandesgerichts Hamm ist Johannes Keders am Montag aus dem Amt des Präsidenten ausgeschieden.

In diesem Sommer führte er das OLG ins 200-jährige Bestehen, das aufgrund der Corona-Pandemie nicht in der Größe gefeiert werden konnte wie ursprünglich geplant. Unter seiner Führung entstand zudem die Festschrift zum runden Geburtstag. Nun ist Schluss für Keders.

Geboren wurde er im Jahr 1954 in Kleve. 1983 begann er seine Laufbahn im richterlichen Dienst des Landes Nordrhein-Westfalen. Bis 1992 war Keders – unterbrochen durch eine zweijährige Tätigkeit beim Landesjustizprüfungsamt – überwiegend beim Landgericht Düsseldorf eingesetzt. Von 1993 bis 2002 gehörte er dem Oberlandesgericht Düsseldorf an. Bei diesem Gericht nahm er neben seiner Richtertätigkeit Aufgaben der Justizverwaltung wahr.

Wechsel ins Justizministerium

Im Februar 2002 wurde er zum Vizepräsidenten des Landgerichts Kleve, im November 2005 zum Präsidenten des Landgerichts Aachen ernannt, nachdem er seit September 2004 aufgrund einer längeren Vakanz in der Präsidentenstelle kommissarisch das Landgericht Krefeld geleitet hatte.

Im Sommer 2006 wechselte Keders in das Justizministerium, wo ihm die Leitung der Abteilung „Personal und Recht“ übertragen wurde. Hier trug er die Verantwortung für wesentliche Bereiche der Organisation und des Personals in der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen, für das Dienstrecht ebenso wie für das Anwalts- und das Notarrecht.

Am 3. April 2009 wurde Keders das Amt des Präsidenten des Oberlandesgerichts Hamm übertragen. In der Zeit seiner Präsidentschaft stand er für die Sicherung und Verbesserung der hohen Qualität der gesamten Verwaltungsarbeit des Oberlandesgerichts Hamm, unter anderem auch – bundesweit einmalig – durch ein TÜV-geprüftes Qualitätsmanagement.

Justizkasse in Hamm konzentriert

Ein besonderes Augenmerk richtete Keders auf die Gewinnung hoch qualifizierter Juristen für den Richterberuf, indem er diese Berufswahl attraktiver gestaltete. Einen weiteren Schwerpunkt in seiner Amtszeit legte Keders auf Bau und Modernisierung von Gerichtsgebäuden im Bezirk des Oberlandesgerichts. So wurden unter anderem die Justizzentren Gelsenkirchen und Bochum, das Amtsgericht Werl sowie der Saaltrakt des Land- und Amtsgerichts Essen neu gebaut. Außerdem konnte er die sukzessive Konzentration der Vollstreckung sämtlicher Kostenforderungen der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen in Hamm erreichen.

Keders ist verheiratet und Vater eines erwachsenen Sohnes. Wer ihm im Amt nachfolgen wird, steht noch nicht fest. - WA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare