Kaum noch klassische Kinderkrankheiten

+
Kinderärzte empfehlen Impfungen gegen Kinderkrankeiten.

Hamm - Kaum ein Kind aus Hamm erkrankt mehr an einer der klassischen Kinderkrankheiten. Das betrifft zum Beispiel die Windpocken.

Gerade einmal 36 Fälle wurden im vergangenen Jahr registriert. Das bestätigte ein Stadtsprecher auf WA-Anfrage. Auch in den Vorjahren seien es 30 bis 35 Fälle pro Jahr gewesen. Während bis Anfang der 2000er Jahre quasi jedes Kind Windpocken bekam und dies auch von der Medizin als gut und richtig angesehen wurde, wird inzwischen auf einen Impfschutz gesetzt – und dieser offenbar flächendeckend angewandt. Theorie dahinter: Wer als Kind keine Windpocken hatte, kann in späteren Jahren beispielsweise auch keine Gürtelrose bekommen.

 Windpocken zählen zudem seit 2013 zu den meldepflichtigen Krankheiten. Von Hammer Kinderärzten heißt es, dass die klassischen Kinderkrankheiten quasi überhaupt nicht mehr auftreten würden. Auch Masern und Keuchhusten zählten dazu. Infektionszimmer in Kinderarztpraxen würden eigentlich nicht mehr benötigt. Behandelt würden heute verstärkt Kinder mit Entwicklungsverzögerungen, Sprach- oder Hörproblemen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare