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Handy-Empfang in Hamm: 4G fast überall Standard

Die Funklochkarte ist auf einem Smartphone einsehbar.
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Kaum Funklöcher: Ein Blick auf die Karte des Breitbandmonitors.

Hamm – Wie gut ist der Handy-Empfang in Hamm? Das kann jeder für seine Nachbarschaft selbst feststellen, und zwar über den sogenannten Breitbandmonitor, einer im Internet abrufbaren Karte der Bundesnetzagentur. Für den größten Teil des Stadtgebietes sieht es da ganz gut aus, fast überall ist „4G“ Standard.

4G steht für den Mobilfunkstandard der vierten Generation und ist das höchste, was das deutsche Netz derzeit hergibt. Ein 5G-Netz ist erst im Aufbau und soll bis 2025 flächendeckend installiert sein, an 6G wird zumindest geforscht. Der Breitbandmonitor ist ein Projekt der Bundesnetzagentur, mit dem die digitale Infrastruktur in Deutschland dargestellt werden soll. Für den Mobilfunkbereich gibt es eine sogenannte Funklochkarte, auf der die Netzverfügbarkeit ablesbar ist.

Die Daten kommen von den Bürgern. Über eine Funkloch-App, die jeder auf seinem Mobiltelefon installieren kann, kann man den Empfang messen und an die Bundesnetzagentur melden. Die Daten werden dann gebündelt und auf der Karte veröffentlicht, und zwar in Form von Waben, die in etwa einem Häuserblock entsprechen. Repräsentativ sind die Ergebnisse laut Bundesnetzagentur nicht, schließlich stellen die App-Nutzer keinen Querschnitt der Bevölkerungsquerschnitt dar, die Messpunkte sind auch nicht gleichmäßig verteilt.

Schlüsse lassen sich trotzdem ziehen. In den meisten Hammer Waben ist 4G Standard für die Netzabdeckung, 3G kommt gelegentlich vor, 2G oder keine Abdeckung so gut wie gar nicht.

Die Funklochkarte summiert die Messergebnisse der vergangenen zwölf Monate. Und sie differenziert zwischen den Netzbetreibern. Die Telekom schneidet da nicht besser ab als die Konkurrenten Telefonica und Vodafone. Ein Beispiel aus Hamm-Süden: An der Kreuzung von Caldenhofer Weg, Heßler- und Ludwig-Erhard-Straße gibt es 72 4G-Messungen für Telefonica, für die Telekom sind 20 4G- und 23 3G-Messungen registriert. Am Rathaus, Ecke Caldenhofer Weg und Theodor-Heuss-Platz ist die Situation recht ausgeglichen: Telekom 43 Mal 4G, Telefonica 33 Mal 4G, Vodafone 35 Mal 4G.

Schlechtere Ergebnisse gibt es tendenziell in den Vororten: Beispiel Maximilian-Kolonie in Werries. Hier ist 2G der Standard. Ob das Ergebnis aufschlussreich ist, darf aufgrund der geringen Zahl an Messungen bezweifelt werden; in der entsprechenden Wabe wurde vier Mal 2G und zwei Mal 3G festgestellt.

Ähnlich vorsichtig sollte man bei der Bewertung weißer Flecken sein, die es auf der Karte durchaus gibt, gerade abseits der Hauptstraßen. Wenn beispielsweise im Neubaugebiet am Beisenkamp eine mobilfunktechnische Wüste angezeigt wird, heißt das eher, dass hier noch niemand über die App gemessen hat, als dass man dort nicht mobil telefonieren könnte.

www.breitband-monitor.de/funkloch

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