Bischofsmitra in Regenbogenfarben 

Hammer Gemeinde protestiert mit Aufkleber gegen Segnungsverbot

Bischofsmitra in Regenbogenfarben
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Bischofsmitra in Regenbogenfarben – die Gläubigen setzen ein Zeichen für den Wunsch nach einem Wandel in der Kirche. (Mit einem Klick rechts oben ins Bild öffnen Sie das komplette Motiv.)

Im Streit um das Segnungsverbot des Vatikans geht eine Gruppe von Katholiken in Hamm ihren Protestweg konsequent sichtbar und in gewisser Weise auch erfolgreich weiter.

Hamm – In der katholischen Kirche gärt es. Machtmissbrauch, die Ausgrenzung von Frauen von allen Ämtern der Kirche, eine lebensfremde Sexualmoral und nun das Verbot aus Rom, homosexuelle Paare zu segnen, sorgen für Unmut unter vielen Gläubigen. Sie sehen die Zeit für einen Wechsel gekommen. Im Pfarrverbund Hamm-Mitte-Osten wird diese Forderung nach einer neuen Ausrichtung nun sichtbar.

Gemeindemitglieder haben einen Aufkleber entworfen, der mit dem englischen Begriff „Change“ unterschrieben ist und den eine Bischofsmitra in Regenbogenfarben ziert. Die engagierten Christen wollen nicht nur für die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare in der katholischen Kirche eintreten, sondern insgesamt „die Menschenrechte in der bunten Kirche anmahnen und fordern“.

Die Initiatoren aus Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand legen dabei Wert auf die Tatsache, dass es sich bei der Aufkleberaktion um eine Aktion von Laien aus der Gemeinde handelt, die sich für einen Wechsel in der Kirche einsetzen. Mit dem Symbol der Mitra sprechen sie Entscheidungsträger in der Kirche als Adressaten an. „Wir glauben, dass jede Liebe gesegnet ist“, heißt es.

Zum Thema passend:

Regenbogenfahnen von Hammer Kirchen geklaut.

Hammer Pfarrer sammelt Unterschriften gegen Segnungsverbot.

Eine erste Auflage von 500 Stück ist bereits vergriffen, 1000 weitere Aufkleber sind inzwischen wieder gedruckt worden. Die Regenbogenmitren sind über Mitglieder des Kirchenvorstands und Vertreter des Pfarrgemeinderates zu bekommen. Wer eine größere Menge abnehmen möchte, kann sich an das Pastoralverbundbüro wenden. Die Aufkleber liegen auch in den Kirchen aus und können gegen eine Spende mitgenommen werden.

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