Samstagsmarkt an der Pauluskirche

Karotten statt Klamotten: Wochenmarkt in Hamm soll immer grüner werden

„Der Frischeprofi“ Karl-R. Heitze (links) präsentiert seinen neuen Verkaufstruck – zusammen mit Marktmeister Klaus Westphal, Dirk Engler und Kerstin Schmied.
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„Der Frischeprofi“ Karl-R. Heitze (links) präsentiert seinen neuen Verkaufstruck – zusammen mit Marktmeister Klaus Westphal, Dirk Engler und Kerstin Schmied.

Frisches Obst und Gemüse, selbst gemachte Marmeladen und leckere Backwaren statt an jeder Ecke Textilien und Krims-Krams zu Ramschpreisen: Beim samstäglichen Wochenmarkt an der Pauluskirche dreht sich mittlerweile fast alles um Lebensmittel.

Hamm – „Unsere Vision ist es, bald nur noch einen grünen Markt zu haben“, sagt Stadtmarketinggeschäftsführer Klaus Ernst und sieht die Entwicklung des Marktes schon jetzt sehr positiv – und das trotz Corona. „Die positive Entwicklung zeigt sich durch einige neue Händler und erweiterte Sortimente“, erklärt Ernst. Mittlerweile kämen jeden Samstag zwischen 45 und 50 Händler zur Pauluskirche, um ihre Waren anzubieten. „Es gibt noch vier Textilienhändler, der Rest ist grün“, so Ernst, der diesen Trend zusammen mit Marktmeister Klaus Westphal vorantreiben möchte. Nichtsdestotrotz hätten aber natürlich auch die Textilhändler ihre Berechtigung, fügt Klaus Ernst hinzu.

Zur größeren Vielfalt tragen seit Kurzem auch „Pilz Engler“ aus Münster und „Marmeladen Schmied“ aus Werl bei und bestätigen damit die von Ernst genannte Tendenz zum Lebensmittelschwerpunkt. Ebenfalls neu dabei ist „Schräder Wild und Geflügel“. Interessant daran: „Die Händler befruchten sich gegenseitig“, erklärt der Geschäftsführer des Stadtmarketings, schließlich seien die neuen Händler auf Empfehlung anderer Standbetreiber nach Hamm gekommen. Begonnen habe es mit einem neuen Olivenhändler, durch den der Hammer Markt einen „großen Zulauf von Händlern aus Münster“ erfahren habe.

Zur Info

Wegen des Feiertags bleibt der Wochenmarkt an der Pauluskirche an diesem Samstag geschlossen.

Verkaufswagen als Einzelanfertigung

Neben neuen Händlern wird die positive Entwicklung des Marktes auch daran deutlich, dass manche Standbetreiber in die Technik investiert. So wie der Dortmunder Fisch- und Meeresfrüchtehändler Karl-R. Heitze, der immer samstags mit seinem brandneuen und topmodernen Verkaufswagen an der Pauluskirche halt macht.

Die beeindruckenden Zahlen: Die Kühltheke ist 7,50 Meter lang, das Fahrzeug 12,50 Meter und die gesamte Spannbreite beträgt mitsamt eines Zeltanbaus satte 22 Meter. Auch technisch hat der Verkaufswagen viel zu bieten, wie Heitze verrät. Eingebaut sei in die Einzelanfertigung eine besonders im Sommer wichtige Doppelkühltechnik. Aber auch eine kleine Küche und eine Spülmaschine befinden sich im XXL-Verkaufswagen – letzteres deshalb, weil so Echtgeschirr zum Einsatz kommen kann und damit Verpackungsmüll eingespart wird. Neu sind zudem die „heiße Theke“ und die überdachte Sitzecke neben dem XXL-Verkaufswagen. Klar also, dass das Fahrzeug ein echter Hingucker ist.

Erlebniseinkaufen an der Pauluskirche

„Es ist ein Lebenstraum“, sagt der Fisch- und Meeresfrüchtehändler, der seit elf Jahren regelmäßig nach Hamm kommt. Dabei ist seine Investition auch ein Bekenntnis zum Hammer Wochenmarkt. „So etwas macht man nicht, wenn der Markt nicht ergiebig wäre“, betont Klaus Ernst vom Stadtmarketing im Hinblick auf den guten Zulauf der Hammer zu ihrem Markt.

Das Erfolgsrezept? „Der Markt verbindet Einkaufen und einen Treffpunkt und bietet somit ein Erlebniseinkaufen“, sagt Ernst. Dass das nicht bloß leere Worte sind, sieht man an den gut gefüllten Sitzecken und Stehtischen, an denen die Marktbesucher zusammen kommen – zum Essen, Trinken und Quatschen.

Für insgesamt etwa ein Jahr verlässt der Wochenmarkt Heessen seinen angestammten Platz auf dem Heessener Markt. Grund ist die Neugestaltung der Heessener Mitte. Der Wochenmarkt zieht deshalb für die Dauer der Umgestaltung auf den Parkplatz vor der Sachsenhalle um.

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