Freiwillige und Stadtmarketing helfen Hammer Festkomitee

Welle der Hilfsbereitschaft: Rosenmontagszug gerettet

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Hamm - Eine Welle der Hilfsbereitschaft hat das Festkomitee Hammer Karneval (FHK) erreicht, nachdem die Polizei sich größtenteils von der Sicherung des Rosenmontagszugs zurückgezogen hat.

„Jetzt greift Plan B“, zeigt sich FHK-Präsident Karl-Heinz Kaspers erleichtert, dass trotzdem alle Auflagen erfüllt werden und der Umzug ohne Abstriche stattfinden kann. Zahlreiche Freiwillige hätten sich gemeldet, sagte Kaspers: Sie werden nun als Zugbegleiter eingesetzt und passen auf, dass niemand versucht, „Kamelle“ womöglich unter einem fahrenden Mottowagen hervorzuholen. Das ermöglicht es dem FHK, professionelles Sicherheitspersonal, das schon in den Vorjahren auch in dieser Funktion eingesetzt worden war, zur Sicherung vor und hinter dem Zug sowie an Straßen einzusetzen.

Dennoch muss das Sicherheitspersonal von bisher 20 auf 40 Profis verdoppelt werden – ein Kostenfaktor von rund 2500 Euro. Die zu übernehmen, hatte Ralf Hohoff, Leiter des Oberbürgermeister-Büros und des Referats Stadtmarketing, für die Stadt zugesagt – und dabei bleibt es auch: „Wegen der Kurzfristigkeit der Absage der Polizei sind wir bereit, die Mehrkosten bis zu 100 Prozent auszugleichen, falls das FHK nicht auf Rücklagen zurückgreifen kann.“

Rosenmontagszug 2017 in Hamm - Teil fünf

Sponsoren stemmen Gros der Kosten

Laut Kaspers ist der Einsatz des Technischen Hilfswerks (THW) kein Thema mehr. Und dass – wie von einigen Medien gemeldete – das Deutsche Rote Kreuz (DRK) eingesetzt werde, sei schlichtweg falsch: „Es haben sich einige Freiwillige gemeldet, die auch beim DRK tätig sind, bei uns aber nicht in dieser Funktion auftreten“, so Kaspers. Einen Sanitätsdienst muss das FHK allerdings für den Rosenmontag bereitstellen – das wird wie in den Vorjahren der „Medical Event Service Hamm“ sein.

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Die Gesamtkosten für den Rosenmontag schätzt Kaspers auf rund 10.000 Euro – ohne Wurfmaterial, für dessen Kauf jede Gruppe selbst zuständig ist. Über die geringen Mitgliedsbeiträge, die die Karnevalsvereine ans FHK bezahlen, sei der Rosenmontag nicht zu finanzieren. Das Geld stammt laut Kaspers zu einem kleinen Teil aus dem Verkauf von Pins, größtenteils aber von Sponsoren wie der Sparkasse Hamm, den Stadtwerken und dem Stadtmarketing.

Rosenmontagszug 2017 in Hamm - Teil vier

Stadt zeigt sich spendabel

„Wir fördern den Wagenbau jährlich mit einem festen närrischen Betrag von 2222,22 Euro“, sagt Ralf Hohoff. Außerdem werde die städtische Wagenbauhalle mietfrei zur Verfügung gestellt und natürlich sei der Rosenmontags-Einsatz von kommunalem Ordnungsdienst und den Müllwerkern des Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetriebs für das Festkomitee kostenfrei. Darüber hinaus schalte die Stadt für nochmals 1000 Euro eine Annonce in der FHK-Festschrift, falls sie angesprochen wird.

Um den Vereinen die Teilnahme sowohl am Umzug in Bockum-Hövel (plus in diesem Jahr erstmals in Rhynern) als auch in Hamm zu „versüßen“, könnten betroffene Vereine einen Zuschuss von einmalig 500 Euro für Wurfmaterial bei der zweiten Zugteilnahme beantragen.

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