Prozess

Sexuelle Übergriffe auf Hammer Jungen: Liste der Vorwürfe wird offenbar länger

Anfang Oktober beginnt der Prozess gegen einen Karlruher
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Anfang Oktober beginnt der Prozess gegen einen Karlruher

Der Mann, der ein Kind für sexuelle Handlungen in ein Hammer Hotel locken wollte, hat weiteren Ärger mit der Justiz. Das bestätigte jetzt eine Gerichtssprecherin. Es geht demnächst also nicht mehr nur um die schlimme Geschichte rund um den zwölfjährigen Hammer.

Hamm/Dortmund – Beim Landgericht Dortmund beginnt am 9. Oktober ein weiteres Verfahren, in dem dem Karlsruher vorgeworfen wird, im Internet Kinder ausgespäht und zu sexuellen Handlungen gedrängt zu haben. Um die strafrechtliche Aufarbeitung der Vorwürfe zu bündeln, wurde das Strafverfahren um sexuelle Übergriffe auf einen damals zwölfjährigen Hammer nun mit diesem Verfahren verbunden.

Psychiatrische Erkrankung

Im Raum steht zudem die Unterbringung des 24-jährigen Angeklagten in eine geschlossene psychiatrische Klinik. Es kann offenbar nicht ausgeschlossen werden, dass er neben pädophilen Neigungen unter einer psychiatrischen Erkrankung leidet.

Kurz vor Weihnachten 2019 war in Hamm ein Zwölfjähriger aufgrund des aufmerksamen Verhaltens seiner Eltern offenbar nur knapp sexuellen Übergriffen in einem Hotel am Hammer Bahnhof entgangen. Hierhin hatte der Angeklagte aus Karlsruhe den Jungen gedrängt, zu kommen – beide hatten sich über ein zunächst harmloses Spiel im Internet kennengelernt.

Im Verlaufe der Internetbekanntschaft wurde der Junge jedoch immer intensiver genötigt, Nacktbilder von sich zu machen und an die Chatbekanntschaft zu schicken. Unter Druck und Drohungen soll auch der gemeinsame Hotelbesuch vorbereitet worden sein – dem sichtlich eingeschüchterten Jungen wurde angedroht, dass seine Geräte gesperrt würden und seinen Eltern etwas passiere.

Zu einem Treffen kam es dann nicht, weil die Eltern misstrauisch geworden waren. Bei der Polizei gab der Junge das Erlebte zu Protokoll und kommentierte: „Das ist so ein perverses Schwein!“

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