Ein Jahr nach Maxipark-Schlagzeilen

Kapelle Petra, Kurpark und Corona: Spaß ohne Drama - So soll‘s klappen

Betont entspannt am Strand (von Ameland?) die kleine Kapelle Petra aus Hamm 2021.
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Betont entspannt am Strand (von Ameland?) die kleine Kapelle Petra aus Hamm 2021. Auf der Bühne wird sie natürlich um die Bühnenskulptur „Gazelle“ ergänzt.

Nach 13 Monaten wird die Kapelle Petra endlich wieder ein „echtes“ Konzert in ihrer Heimatstadt spielen. Das Interesse ist groß - doch Schlagzeilen wie im Sommer 2020 würde man diesmal schon gern vermeiden...

Hamm - Vor ziemlich genau einem Jahr - am 25. Juli 2020 - spielte die Kapelle Petra im Schatten des Maxipark-Elefanten ihr bislang letztes echtes Konzert in Hamm. Ein zunächst weitestgehend gelungener Versuch, die angespannte Corona-Ruhe mit Livemusik zu durchbrechen und den Lockdown-genervten Fans endlich wieder etwas Spaß zu bereiten. Aber auch ein denkwürdiges Ereignis, weil sich nicht alle Besucher an die klaren Vorgaben hielten: Vor allem Fotos einer Polonäse, die sogar in den USA für böse Kommentare sorgten, kamen wie ein Bumerang zurück nach Hamm und sorgten für unverhohlene Missstimmung im Rathaus. 13 weitgehend extrem verlaufene Monate später sollen solcherlei Schlagzeilen im Zusammenhang mit einem Auftritt im Kurhausgarten Ende August bitteschön ausbleiben.

Wie das klappen soll, liegt auf der Hand: Zwar liegt Corona nach wie vor diffus über der Stadt, doch sind viele Besucher heute geimpft oder genesen, alle anderen können bzw. müssen einen Negativtest nachweisen (Stichwort „3G“). Das ist Teil der Auflagen, die der Veranstalter - Revelation Concerts von Christoph Tewes - neben weiteren tagesaktuellen Coronaregeln zwingend erfüllen muss. Die Musiker gehen dabei mit ihrer Crew vorbildlich voran: „Die meisten von uns sind inzwischen geimpft, außerdem lassen wir uns alle vor jedem Auftritt offiziell testen“, gibt Kapelle-Drummer Markus Schmidt zu Protokoll.

Sommerbühne im Kurpark - das Programm:

20. August Helge Schneider

21. August Serdar Somuncu

22. August Frieda Braun

27. August Marley‘s Ghost

28. August Kapelle Petra

Viele Infos zu dieser Eventserie haben hier auf WA.de zusammengestellt. Tickets für alle Tage gibt es unter anderem online bei Eventim sowie bei den bekannten Vorverkaufsstellen.

Kapelle Petra vor Konzert in Hamm: „Sind sensibler geworden“

Noch dazu haben alle Kulturschaffenden inzwischen gelernt, mit den neuen Umständen umzugehen. Im Fall Kapelle Petra heißt das: „Im Vorfeld jedes Auftritts - immerhin rund 30 in diesem Sommer - sprechen wir mit dem örtlichen Veranstalter, wie mit der jeweiligen Situation umzugehen ist“, erklärt Schmidt. „Wenn uns 2020 eines gelehrt hat, dann dass wir bessere Absprachen treffen; wir sind da deutlich sensibler geworden.“ Der Lohn für diese Disziplin liegt auf der Hand und ist für alle Beteiligten Gold wert: ohne schlechtes Gefühl ein paar Stunden Ausgelassenheit und Abwechslung erleben!

Der erste Teil der Sommerkonzerte führte die Kapelle bereits im weitläufigen Zickzack durch die Republik. So verschieden die Auflagen und Voraussetzungen dabei waren, so begeistert sind die Musiker, endlich wieder live vor ihren Fans spielen zu dürfen. Überall lägen die Verantwortlichen großen Wert darauf, dass diese bei aller Freude die Regeln nicht sprengen.

Kapelle Petra vor Konzert in Hamm: Vorfreude auf den Kurpark

Ob es die Band ähnlich wie Christian Brüne von „Trust-Music“ nervös macht, dass die Corona-Lage sich mal wieder ungünstig entwickelt? „Ja, klar“, sagt Markus Schmidt. Vor allem auch, weil gerade die Kultur während der Pandemie-Zeit als erstes eingeschränkt worden sei. „Wir wollen natürlich niemanden gefährden“, meint Schmidt. „Aber man muss auch sehen, dass das für uns eine wirtschaftliche Sache ist: Das ist schließlich unser Beruf.“

Auch wenn in diesem Sommer etliche weitere Städte bereist werden, freut sich die Kapelle doch besonders auf den Kurpark-Auftritt. „Nachdem wir anfangs auf jeder Kirmes in Hamm spielten, wollten wir irgendwann natürlich raus“, erinnert sich Schmidt, bevor er spürbar sentimental wird. „Doch längst wissen wir, dass uns diese Stadt sehr gewogen ist. All die Verbindungen mit so vielen Menschen seit so vielen Jahren: Da gibt es vor allem eine große Dankbarkeit.“ Zudem hätten mehrere Auftritte im Kurpark, wo die Band am 28. August auftreten wird, „viele emotionale Erinnerungen“ hinterlassen. Wen wundert‘s also, dass Markus „Ficken“ Schmidt, Rainer „Siepe“ Siepmann und Guido „Opa“ Scholz noch vor wenigen Tagen einen WDR-Filmbesuch geradewegs in den Kurpark geführt haben...

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