Kapazität der Hammer Tierasyls an der Grenze - wegen Corona?

Viele Tierbesitzer haben sich den Hund nur angeschafft, weil sie in der Pandemie Zeit dafür hatten
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Die Lust verloren: Viele Tierbesitzer haben sich den Hund nur angeschafft, weil sie in der Pandemie Zeit dafür hatten – und nun eben nicht mehr.

Viele Tierbesitzer haben sich den Hund nur angeschafft, weil sie in der Pandemie Zeit dafür hatten – und nun eben nicht mehr. Auch das Tierasyl in Hamm ist betroffen.

Hamm - Von Welpen über Katzen oder Kaninchen bis hin zur Landschildkröte: Der Auswahl von Haustieren sind kaum Grenzen gesetzt. Doch so schnell die Tiere gekauft sind, so schnell können sie wieder uninteressant werden. Meist landen sie dann im Tierasyl, so auch in Hamm.

Gerade unter dem Einfluss von Corona wird das Problem der Überfüllung in Tierasylen größer, und das laut dem deutschen Tierschutzverband deutschlandweit. Von „Corona-Tieren“, also Tieren, die während der Pandemie unüberlegt im Internet, beim Züchter oder im Zoofachhandel angeschafft wurden, sei hier aber noch keine bemerkenswerte Vermehrung zu beobachten, erklären die Verantwortlichen des Hammer Tierasyls. Trotzdem sei mit 23 Welpen (sechs Wochen alt), sieben Junghunden (fünf Monate), 23 erwachsenen Hunden, 28 Katzen, acht Kaninchen, einer Kornnatter und einer Landschildkröte die Kapazität dort erschöpft, vor allem im Hundebereich des Asyls.

Weniger mit Corona, sondern vielmehr mit der „Produktion“ von Welpen kämpfe das Hammer Tierheim im Moment. Ein weiteres (deutschlandweites) Problem sei die Einfuhr illegaler Welpen aus dem osteuropäischen Ausland.

Aber was kann man tun, um Abgaben ins Tierasyl oder erst unüberlegte Käufe wie in der Corona-Zeit in Zukunft zu verhindern? Laut Tierasyl gibt es tatsächlich einiges, das bei der Anschaffung eines Tieres schon im Vorhinein beachtet oder hinterfragt werden sollte.

Unterstützung erwünscht

Ehrenamtliche Unterstützung ist im Hammer Tierasyl immer möglich – zum Beispiel Futterspenden oder ausrangierte Dinge des eigenen Haustieres wie Spielzeug. Auch das Hundeausführen mit einem kleinen Sachkundenachweis ist erwünscht. Tierheime sollten keine dauerhaften Aufenthaltsorte für Tiere sein, sie brauchen ein vertrautes Zuhause, am Besten ein Leben lang. Bei ernsthaftem Interesse an einem Haustier kann man sich telefonisch, per Mail oder auch vor Ort mit dem Tierasyl in Verbindung gesetzt werden – unter Telefon 02381/3050121.

Tierasyl Hamm - was bei Hunden empfohlen wird

Das Tierasyl Hamm empfiehlt vor allem bei Hunden einerseits auf die Charaktereigenschaften der Rasse zu achten und andererseits informiert zu sein über Rasse und Größe sowie zu erwartende Anforderungen an die Haltung. Auch über Kosten für Hundesteuer, Versicherung, Tierarzt, Futter, Hundeschule, Zubehör sowie den zeitlichen Aufwand sollte man sich bereits vorher im Klaren sein.

Dasselbe gilt natürlich auch für Katzen und andere Tiere, Kosten und Zeitaufwand sollten nicht unterschätzt werden. Außerdem wird dringend davon abgeraten, Tiere aus dem Internet zu kaufen. Laut dem Hammer Tierasyl solle man zu seriösen Züchtern gehen, die auch im Verband für das deutsche Hundewesen (VDH) einzusehen sind – oder gleich in ein Tierheim. - Amelie Wagner

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