„Missing Code“ von Regisseur Art Camacho

Actionfilmer setzt auf Hammer Kampfsportlerin Cennet Öztop

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Cennet Öztop und der Regisseur Art Camacho verstanden sich auf Anhieb gut.

Hamm - Wenn der Actionfilm „Missing Code“ in die Kinos kommt, wird neben US-Schauspielerin Cynthia Rothrock auch eine Darstellerin aus Hamm auf der Leinwand zu sehen sein.

Cennet Öztop ist Vize-Vorsitzende und Trainerin beim Kampfsportverein ETSSV in Hamm. Für die Dreharbeiten war die 27-Jährige im Herbst drei Tage lang in der Schweiz. Immer an ihrer Seite: Regisseur Art Camacho, der sowohl in der Kampfkunst- als auch in der Filmbrache eine bekannte Größe ist. „Was ich da erlebt habe, das war wirklich Hollywood-Feeling“, sagt sie. Im Film geht es um einen heiß umkämpften Chip. Es gibt Intrigen, Verrat und Doppelspiele, die den Film zu einem spannenden Kampfkunst-Agententhriller machen.

Anstatt mit Schauspielern wurde mit Kampfkünstlern wie Bernd Höhle gedreht. Durch ihre fast zehnjährige Referatstätigkeit bei der „Martial Arts Association International“ ist die auch Hammer Kampfkünstlerin und Europameisterin zu ihrer Rolle gekommen.

Cennet Öztop ist Vize-Vorsitzende und Trainerin beim Kampfsportverein ETSSV in Hamm.

Zunächst sollte sie eine Stuntfrau darstellen, am Set habe man aber ihr Schauspieltalent entdeckt, berichtet Öztop. Nun spielt sie eine Doppelagentin, die am Ende spektakulär erschossen wird. Erste Schauspielerfahrung habe sie in der Ausbildung bei der Stadt Hamm und während des Studiums an der SRH gesammelt.

Drehbuch und die Rollenverteilung hat Öztop auch für ein Theaterprojekt mit ihrem Sportverein ETSSV übernommen, das unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann stand.

Camacho habe sich richtig viel Zeit genommen, um die Stunts persönlich mit ihr einzuüben. „Ich hatte ja keine Ahnung, wie es ist, erschossen zu werden oder wie man mit einer Schusswaffe umgeht“, so Öztop. Auch eine Liebensszene habe er vorgemacht und mit „Hey, ich bin nicht schwul“, kommentiert.

Cennet Öztop in einer Filmszene.

Es sei aber nicht nur lustig vor der Kamera gewesen. Camacho sei auch ein strenger Regisseur und auch mit kleinsten Fehlern nicht einverstanden gewesen.

Die ersten Szenen wurden in Engelberg, eine Alpenstadt in der Schweiz gedreht. Vor der malerischen Kulisse wurde eine Schießereiszene gedreht. Geredet, getrunken und geflirtet wurde am zweiten Drehtag im Casino Pfäffikon. Auch hier war Öztop, die mit der Rolle der Doppelagentin eine der Schlüsselrollen des Films übernommen hat, dabei. Um jeden Preis will sie als Agentin den Chip, egal ob sie dafür mit einem Mann schlafen muss oder dieser erschossen wird. Am Zugersee, wurden am letzten Tag noch einmal richtige Actionszenen mit Schüssen und Kämpfen gedreht.

Synchronisation steht noch aus

Eine Schauspielausbildung hat Öztop nicht. Aber sie habe Talent, findet Camacho. Deshalb will er sie künftig für weitere Filme im Bereich Action und Kampfkunst einsetzen. Das Besondere an ihrem Talent sei, habe Camacho gemeint, dass man bei ihren gespielten Szenen mitfühlen könne. „Das eröffnet mir in dieser Branche total viele neue Türen“, freut sich Öztop. Die Dreharbeiten für den Film seien bereits im Endspurt, für die Synchronisation der Stimme wird sie noch einmal in die Schweiz reisen. In den deutschen Kinos wird „Missing Code“ Ende 2019 oder Anfang 2020 zu sehen sein.

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