Noch mehr Parkscheiben-Plätze in Rhynerns Ortsmitte

Park-Problem in Hamm: Kampf gegen Dauerparker geht in die nächste Runde

Parkscheiben-Regelung: Auf den Stellplätzen vor den Hausnummern 8a bis 10a an der Alten Salzstraße darf demnächst montags bis freitags in der Zeit von 9 bis 18 Uhr nicht länger als zwei Stunden geparkt werden. Das soll zumindest die Bezirksvertretung Rhynern so entscheiden.
+
Parkscheiben-Regelung: Auf den Stellplätzen vor den Hausnummern 8a bis 10a an der Alten Salzstraße darf demnächst montags bis freitags in der Zeit von 9 bis 18 Uhr nicht länger als zwei Stunden geparkt werden. Das soll zumindest die Bezirksvertretung Rhynern so entscheiden.

In Rhynerns Ortsmitte soll die Zahl der Parkplätze mit Parkscheiben-Regelung erweitert werden. Darüber beschließen die Lokalpolitiker in ihrer nächsten Sitzung am Donnerstag, 26. August.

Rhynern - Acht Monate nachdem sich Lokalpolitiker, Verwaltungsmitarbeiter und Polizei auf eine Erweiterung des Parkraumkonzeptes für den Ortskern von Hamm-Rhynern geeinigt hatten, liegt der Bezirksvertretung der Beschlussvorschlag vor.

StadtHamm
Größe226,3 km²
Einwohner178.967 (31. Dez. 2020)

Stimmen die Politiker dem Entwurf zu, werden sechs weitere öffentliche Stellplätze mit der Parkscheiben-Regelung versehen – und zwar die Flächen vor den Hausnummern 8a bis 10a (Tillmann, Kreta-Grill, Fahrschule Hergesell). Da Vertreter aller Parteien beim Ortstermin im Dezember 2020 vertreten waren, ist mit einer Zustimmung und damit einer baldigen Umsetzung zu rechnen. Erst Mitte Juli 2021 wurde die versprochene Lösung der Parksituation in Rhynern kritisiert, da sie nicht umgesetzt wurde.

Parkplatz-Problem in Hamm-Rhynern - Was bedeutet dieser Beschluss im Alltag?

Die sechs genannten Stellplätze scheiden damit in Zukunft als Dauerparkplätze aus – zumindest tagsüber an den Wochentagen. Denn montags bis freitags, in der Zeit von 9 bis 18 Uhr, darf das Fahrzeug nicht länger als zwei Stunden dort abgestellt werden. Die Ankunftszeit ist mit der Parkscheibe anzuzeigen.

Was soll mit dieser Regelung erreicht werden?

Die Dauerparker sollen möglichst aus dem Ortskern ferngehalten werden, damit die Parkflächen vor den ansässigen Geschäften nicht den ganzen Tag über blockiert sind. Bereits im Frühjahr 2019 war das Parkraumkonzept erstmals umgesetzt worden. Zu den bereits bestehenden Parkscheibenplätzen an der Unnaer Straße (vor Friseur Dröge) und An der Windmühle (vor Opalla) kamen rund 20 weitere begrenzt nutzbare Flächen hinzu (auf dem Parkplatz zwischen Kleinbahn- und Molkereistraße, an der Reginenstraße vor Erdmann und im nordwestlichen Bereich der Alten Salzstraße).

Was hat diese Regelung gebracht?

Das hat die Verwaltung erneut analysiert: Der ruhende Verkehr auf der Alten Salzstraße hat sich nach Süden verlagert. Nördlich der Straße Klosterfeld liegt sie seitdem bei 70 Prozent, südlich 75 Prozent. Das bedeutet, im nördlichen Abschnitt ist die Auslastung durch die dortige Parkscheiben-Regelung um zehn Prozent gegenüber der Erhebung aus 2018 gesunken, im südlichen jedoch um 15 Prozent gestiegen.

Was schlussfolgert die Verwaltung daraus?

Die Maßnahme hat zumindest in Teilen etwas gebracht. Die Parkscheibenplätze im Nordabschnitt werden wie gewünscht häufiger umgeschlagen und nutzen somit dem Besucher- und Einkaufsverkehr. Nun soll mit der „maßvollen Erweiterung der Parkscheibenregelung“, wie es die Verwaltung ausdrückt, im südlichen Teil der Straße Ähnliches erreicht werden. Warum nun acht Monate zwischen Ortstermin und Umsetzung liegen, bleibt unbeantwortet.

Wie sieht die Situation für die Anwohner aus?

Jedes Geschäftshaus an der Alten Salzstraße hat mindestens eine Wohnung im Obergeschoss, hinzukommen weitere reine Wohnhäuser. Für deren Bewohner sind laut Verwaltung noch ausreichend Kapazitäten, da die Auslastung keine 100 Prozent erreicht. Anwohner-Parkplätze seien nicht umsetzbar, so Carsten Gniot, Verkehrsexperte der Stadt, beim Ortstermin im Dezember 2020.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare