Kampf gegen Corona und Vorbehalte gegen Astrazeneca

Licht am Ende des Tunnels? Der Stand der Dinge beim Impfen in Hamm

Im Impfzentrum Hamm werden Astrazeneca und das Mittel von Biontech verabreicht.
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Bald drei Wochen in Betrieb: Im Impfzentrum werden Astrazeneca und das Mittel von Biontech verabreicht.

Beim Thema Impfen gegen das Coronavirus geht es auch in Hamm voran. Obwohl es auch hier Vorbehalte gegen die Anwendung von Astrazenca gibt.

Hamm – Die meisten der über 80-Jährigen dürften nunmehr einen Termin für die Verabreichung des Corona-Schutzes im Impfzentrum an der Friedensschule erhalten haben. Ferner erwartet die Stadt Hamm im März mehr Impfstoff als bislang. (News zum Coronavirus in Hamm) Ein Überblick:

Corona-Impfen in Hamm: Stichwort Termine

Fast 700.000 Impftermine wurden bislang an über 80-jährige Senioren außerhalb von Seniorenheimen in Westfalen-Lippe vergeben. Das sagte Vanessa Pudlo, Sprecherin der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) auf WA-Anfrage. Es handele sich um Erst- und Zweitimpftermine. Insgesamt habe die KVWL bei den über 80-Jährigen mit etwa 350.000 Impfwilligen kalkuliert.

„So langsam sollte jeder einen Termin bekommen haben“, so Pudlo auch zur Situation in Hamm. Nach wie vor würden von der KVWL täglich 4000 bis 5000 Termine vergeben. Dies sei immer abhängig von der Menge des zugesagten Impfstoffes. Für den April rechnet die KVWL nunmehr damit, dass auch die nächste Gruppe – dann der über 70-Jährigen – sich um einen Termin bewerben können wird. Derzeit laufe die Abstimmung mit dem NRW-Gesundheitsministerium über das Anmeldeverfahren.

Über 80-Jährige, die bislang noch keinen Termin erhalten haben, müssen nun aber auch nicht befürchten, dass sie durchs Raster fielen. Sie werden immer die höchste Prioritätsstufe bei der Vergabe behalten und Termine zugewiesen bekommen. Möglicherweise werden diese „Spätmelder“ nun sogar davon profitieren, dass nun mehr Impfstoff nach Hamm gelangen wird und an sie kurzfristiger Termine vergeben werden können.

Corona-Impfen in Hamm: Stichwort Impfzentrum

Für die ersten beiden März-Wochen sind der Stadt Hamm nunmehr jeweils 1700 Impfdosen pro Woche zugesagt. Dies beziehe sich sowohl auf das Mittel von Biontech wie auf das von Astrazeneca, wie Stadtsprecher Detlef Burrichter am Montag erklärte. In der zweiten Märzhälfte seien noch höhere Lieferzahlen angekündigt. In der kommenden Woche werden zudem die ersten Hammer, die im Impfzentrum geimpft wurden, ihre Folgeimpfung erhalten.

All das könnte zur Folge haben, dass im Zentrum an der Friedensschule nun die Schlagzahl erhöht und weitere Impfstraße geöffnet werden. Bislang sind erst zwei der sechs Straßen in Betrieb; morgens wird Astrazeneca verimpft, nachmittags dann das Mittel von Biontech.

Corona-Impfen in Hamm: Stichwort Astrazeneca

Die Vorbehalte gegen den Astrazeneca-Impfstoff seien auch in Hamm zu spüren, sagte Stadtsprecher Detlef Burrichter. Die Zweifel würden aber nicht erst nach Erhalt eines Impftermins laut, sondern bereits bei der Terminvergabe. Wie hoch die Zahl der Ablehnenden sei, könne derzeit noch nicht gesagt werden. Auch eine Schätzung könne seriös noch nicht abgegeben werden.

Verimpft wird das Mittel derzeit insbesondere an Mitarbeiter von ambulanten Pflegediensten – die Zielgruppen legt das Land fest, die Termine vergibt die Stadt. Bislang, so Burrichter, seien in Hamm keine nennenswerten Nebenwirkungen bekannt geworden. Einige Impflinge hätten eine Schwellung an der Einstichstelle bekommen. Das sei vergleichbar mit den Beschwerden nach einer herkömmlichen Grippeschutzimpfung.

Corona-Impfen in Hamm: Stichwort Nachrücker

Probleme, übrig gebliebenen Impfstoff an den Mann oder die Frau zu bringen, gebe es in Hamm keine, so Stadtsprecher Detlef Burrichter weiter. „Es verfällt kein Impfstoff“, so der Stadtsprecher. Es stünden immer genügend Nachrücker auf der Liste.

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