Unfall in der Nähe des „Trinkgut“-Geländes

19-Jähriger fährt Touran zu Schrott - doch wie konnte das passieren?

Von dem Auto, das auf der Hafenstraße unterwegs war, blieb nur ein Haufen Schrott übrig.
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Von dem Auto, das auf der Hafenstraße unterwegs war, blieb nur ein Haufen Schrott übrig.

Ein junger Mann aus Hamm hat in der Nacht einen VW Touran zu Schrott gefahren. Verletzt wurde er offenbar nicht, doch die Einsatzkräfte hatten trotzdem einiges zu tun - und zwar nicht nur mit dem Auto.

Hamm - Ein spektakulärer Alleinunfall auf der Johannes-Rau-Straße zwischen „Trinkgut“-Gelände und Yacht-Club in der Nacht von Montag auf Dienstag hat den Einsatzkräften der Polizei und der Feuerwehr Rätsel aufgegeben. Zwar blieb der 19-jährige Verantwortliche nach WA-Informationen unverletzt, doch war er zunächst um keine Ausrede verlegen.

Nach Angaben der Polizei war der Hammer mit seinem schwarzen VW Touran um kurz nach Mitternacht auf der Hafenstraße in Richtung Herringen unterwegs, als er - dann auf der Johannes-Rau-Straße - von der Fahrbahn abkam, mit einer Laterne und drei Bäumen kollidierte und letztlich im Graben zum Stehen kam. Das Auto hatte da nur noch Schrottwert.

Gegenüber der Polizei stritt der junge Mann vor Ort zunächst ab, selbst gefahren zu sein. Tatsächlich sei seine Schwester gefahren, sie habe unter Schock stehend die Unfallstelle verlassen. Die hinzugerufene Schwester bestätigte die Aussage ihres Bruders - zumindest anfangs.

Touran zu Schrott gefahren: Von Ausrede blieb „Sekundenschlaf“

Letztlich gab er der Bruder aber doch zu; er sei allein gefahren und habe die Kontrolle über das Fahrzeug wegen eines „Sekundenschlafs“ verloren. Diese Angaben sind nun Gegenstand der Ermittlungen. Von Alkohol ist hier nicht die Rede, der Tatbestand („Nicht fahrtüchtig“) entspricht diesem aber, so Polizeisprecher Malte Gerwin. Offiziell wird wegen des „Verdachts der Gefährdung des Straßenverkehrs“ ermittelt.

Das Fahrzeug und der Führerschein wurden sichergestellt. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 12.000 Euro.

PS. Wer sich nun fragt, warum ausgerechnet die Schwester gefahren sein soll: Auf sie ist - wie der Polizei vor Ort bekannt wurde - das Auto versichert...

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