Neubau an anderem Standort?

Skateanlage wie im Lippepark: Jugendliche beklagen Mängel im Funpark

Bei einem Ortstermin machten sich der Skater Phil Alester und der SPD-Politiker Stefan Heitkemper ein Bild von der Situation am Funpark und vom Spiel- und Bolplatz am Alten Uentroper Weg, wo nach ihren Vorstellungen auch Platz für eine Skateanlage sein könnte.
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Bei einem Ortstermin machten sich der Skater Phil Alester und der SPD-Politiker Stefan Heitkemper ein Bild von der Situation am Funpark und vom Spiel- und Bolzplatz am Alten Uentroper Weg, wo nach ihren Vorstellungen auch Platz für eine Skateanlage sein könnte.

Aus dem Jugendforum Uentrop kam vergangenes Jahr konstruktive Kritik mitsamt Vorschlägen zur Verbesserung des Funparks in Werries. Einiges wurde und soll gemacht werden.

Werries – Einer Gruppe von Skatern geht das nicht weit genug. Die zehn Jugendlichen sehen vielmehr Standort- und Attraktivitätsprobleme. Sie schlagen eine Verlegung und einen Neubau der Skateanlage vor. Vorbild ist der Fun Sport Park im Lippepark. Wobei es den Jugendlichen nur um Komponenten des Sportareals in Herringen geht.

Der Parcours könnte auf der bereits vorhandenen, großen Spiel- und Freizeitfläche am Alten Uenroper Weg, gegenüber der Einmündung zur Maximilianschule, entstehen. Dort besteht augenscheinlich Erweiterungspotenzial. Ihren Wunsch hat der 16-jährige Phil Alester an Stefan Heitkemper herangetragen. Der SPD-Politiker und Uentroper Spitzenkandidat für die Bezirksvertretung will sie beim Erstellen eines Bürgerantrags unterstützen und den Vorschlag in das SPD-Programm zur Förderung der „Spiel- und Bolzplatzkultur“ aufnehmen.

Die Gründe für eine neue Anlage

Insgesamt gilt der Funpark am Wellenbad als gut frequentiert. Die Gruppe Jugendlicher hält den Zustand der Skateanlage aber für „katastrophal“: zu feucht und daher zu rutschig, trocknet allenfalls langsam ab. Der Asphaltuntergrund sei immer noch ungeeignet. Gegen die Vermüllung greifen sie auch mal selbst zum Besen, wie sie sagen. In der Hütte im Funpark würden ihrer Beobachtung nach zeitweise härtere Drogen konsumiert. Das verunsichere insbesondere jüngere Parkbesucher.

Die Jugendlichen haben im Lippepark die Anlage getestet und hätten nun gern im Hammer Osten eine ähnliche. Die Rede ist auch von Elementen der Trendsportart Parkour.

„Wir haben am Alten Uentroper Weg schon einen guten Spielplatz“, sagt Heitkemper. Der westliche Teil mit Spielgeräten ist für jüngere Kinder. Der Bolzplatz daneben befindet sich auf einer großen Grünfläche. Etwas verrückt sei, dass dort die Tore von zwei Spielflächen über Kreuz stünden, stellt er fest.

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Nur kleine Veränderungen nötig?

Durch eine Verschiebung der Fußballfläche könne schnell ein vernünftiges Bolzplatzfeld geschaffen werden, meint er. Dadurch entstehe Platz für eine Skateanlage und auch für eine Hütte. In die Überlegungen werde auch der Hammer Skater Oliver Kahl einbezogen, der bereits Plätze mitgeplant habe, sagt Heitkemper.

Zum Vergleich: Der Fun Sport Park auf dem Schacht-Franz-Gelände ist mit 6100 Quadratmetern sehr viel größer. Von Einrichtungen wie einem Multifunktionsspielfeld ist in Werries aber keine Rede. Dort geht es vor allem um einen Skatebereich. Der bietet im Lippepark auf etwa 2100 Quadratmetern so genannte Street- und Pool-Elemente, die zudem von BMX-Fahrern genutzt werden können.

Kombination aus Skate- und Parkouranlage

So eine Radfahr-Gruppe gibt es auch in Werries. Für die Sportart Parkour stehen im Hammer Westen rund 800 Quadratmeter zur Verfügung. Bei der Ausstattung der Anlage hatten Jugendliche das Wort. In Werries könnte eine Mischung aus einer Skate- und einer Parkour-Anlage entstehen.

Der vor etwa acht Jahren eröffnete Fun Sport Park in Herringen kostete rund 1,3 Millionen Euro. In die Neugestaltung des alten Zechengeländes flossen damals Gelder der Stadt, des Landes, des Bundes und der Europäischen Union. Für eine Anlage in Werries müssten ganz andere Fördermöglichkeiten gesucht werden. Wie hoch die Investitionssumme am Ende wäre, ist noch unklar. Heitkemper geht allerdings von Kosten „deutlich“ unter einer Million Euro aus.

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