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Vorsorge-Untersuchung bei Jugendlichen Tabu-Thema

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Jugendliche bei der Vorsorge
Nur etwa jeder vierte Teenager geht zu den kostenlosen Jugenduntersuchung J1 und J2. © dpa

Teenager sind beim Thema Vorsorge sehr zurückhaltend: für Jugendliche in Hamm scheint das Thema Vorsorge ein Tabuthema zu sein. Denn nur etwa jeder vierte Teenager geht zu den kostenlosen Jugenduntersuchung J1 und J2.

Das geht aus einer aktuellen Auswertung der AOK hervor, die diese für ihre Versicherten vornahm. „Im Vergleich zu den Früherkennungsuntersuchungen für Kinder werden die Jugenduntersuchungen deutlich weniger genutzt. Die Corona-Pandemie hat den Rückgang weiter verstärkt, da die Menschen unter den Pandemiebedingungen Arztbesuche vermeiden wollten“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Jörg Kock. Gerade Gesundheitsangebote seien im Jugendalter für eine gesunde Entwicklung besonders wichtig und sollten unbedingt wahrgenommen werden. 2020 nahmen laut AOK noch 42,5 Prozent der Jugendlichen die J1 Untersuchung wahr, die J2 nur noch 8,5 Prozent. Im Rahmen der Untersuchungen werden unter anderem Impfstatus, Blut und Harn (J1) sowie Haltungsstörungen oder beispielsweise das Diabetes-Risiko (J2) überprüft.

Beide Untersuchungen böten neben einem Gesundheits-Check auch immer die Chance, ausführlich mit dem Arzt zu sprechen. Denn in dem Alter sei es wichtig, die körperliche Entwicklung zu kontrollieren. Aber auch über die geistigen und sozialen Kompetenzen sowie eine gesundheitsfördernde Lebensführung werde beraten. - WA

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