Jürgen Becker begeistert Kabarettfans in Hamm

HAMM ▪ „Wollen wir uns einen schönen Abend machen – oder sind sie in der FDP?“ Nach dieser Begrüßung hatte der „anwesende Künstler“ die ersten Lacher auf seiner Seite. Schnell wurde klar, dass nicht nur die FDP ihr Fett weg bekommen würde - Von Sebastian Berndt.

Jürgen Becker bot den Besuchern der ausverkauften Werkstatthalle im Maxipark am Donnerstagabend mit seinem aktuellem Programm „Der Künstler ist anwesend“ mehr als eine Zeitreise durch die Kunstepochen der Malerei, Architektur und Bildhauerei.

Was sich zunächst anhört wie aufgewärmter Kunstunterricht, entpuppte sich als – weitgehend – äußerst unterhaltsamer Abriss der Kunstgeschichte und als eine Parodie auf die Kunstszene.

Als Einstieg in die Kunstgeschichte diente dem Ur-Kölner das Gemälde „Die Jungfrau züchtigt das Jesuskind vor drei Zeugen“ von Max Ernst aus dem Jahr 1926. Für Becker heißt es auf gut kölsch: „Maria versohlt Jesus den Arsch.“ Dass Max Ernst dafür vom damaligen Kölner Erzbischof exkommuniziert worden sei, lieferte Becker die passende Überleitung zum aktuellen Kölner Kardinal Meisner, der ebenfalls Schwierigkeiten mit der Kunst habe – sehe für ihn doch das von Gerhard Richter gestaltete Fenster im Kölner Dom aus wie das einer Kneipe...

Gekonnt und mit breitem Hintergrundwissen führte Becker durch den Abend. Dass bei der Dichte von Witzen und Spitzen die eine oder andere Pointe nicht zündete, schadete der guten Stimmung keineswegs. Gut 120 Bilder und Fotos umfasste Beckers Leinwandpräsentation, nach deren Ende sich die gut 400 Besucher mit tosendem Applaus bedankten.

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