Weniger Verkehr als erwartet

Johannes-Rau-Straße noch lange nicht am Limit

Die Johannes-Rau-Straße in Herringen.
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Noch nicht am Limit: Die Johannes-Rau-Straße kann noch einige tausend Fahrzeuge vertragen.

Noch Luft nach oben hinsichtlich ihrer Auslastung ist bei der Johannes-Rau-Straße. Sie ist weniger stark frequentiert als von der Stadt erwartet.

Herringen – Die am meisten befahrene Straße in Herringen ist die Dortmunder Straße mit, je nach Streckenabschnitt, bis zu 17 000 Fahrzeugen/Tag (Höhe Isenbecker Hof). Der Herringer Weg kommt laut dem Verkehrsbericht 2018 auf 14 000, die Fangstraße auf 9 000 und die Johannes-Rau-Straße „nur“ auf 6 000 bis 8 000 Fahrzeuge am Tag.

Eigentlich war sie gebaut und 2011 eingeweiht worden, um die Dortmunder Straße zu entlasten, was auch erfolgt ist. So ist der Verkehr im Ortskern um etwa 40 Prozent zurückgegangen. Aber: Hinsichtlich der Kapazitäten kann die Johannes-Rau-Straße noch zusätzliche Verkehre aufnehmen. Aktuell liegt die Auslastung nach Angaben der Stadt nur bei etwa 60 Prozent. „Hier ist also noch viel Luft nach oben.“

Bis 2030 soll der Anteil der Fahrzeuge auf der Johannes-Rau-Straße weiter gesteigert werden – und zwar auf 9 000 (Westabschnitt) beziehungsweise 14 000 Fahrzeuge/Tag (Ostabschnitt).

Im Gegenzug dazu würde die Dortmunder Straße weiter entlastet und es würde Spielraum für Maßnahmen möglich werden. Angestrebt wird für den Ortskern ein Aufkommen von etwa 7 000 Fahrzeugen pro Tag.

Damit die Johannes-Rau-Straße häufiger als Autobahnzubringer genutzt wird, sind aus Sicht der Stadt folgende Maßnahmen erforderlich: Eine bessere Verkehrslenkung von der Autobahn 1/Dortmunder Straße auf die Umgehungsstraße, eine Neuordnung des Lkw-Parkens an der Hafenstraße, ein Ausbau der Kreuzung Hafenstraße / Römerstraße / Radbodstraße sowie die Aufweitung der Hafenstraße bei Erneuerung der DB-Brücke. Aber: Viel mehr als Absichtserklärungen gibt es noch nicht.

Langfristig sollen die Maßnahmen dazu führen, dass die Dortmunder Straße im Ortskern durch den Bau von zwei Kreisverkehren, sicheren Querungshilfen und mehr Begleitgrün einen völlig neuen Charakter bekommt. Aber das ist noch Zukunftsmusik.

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