Jahnschule hat nach 15 Monaten wieder eine Leitung

Christiane Niewerth ist neue Leiterin der Jahnschule.
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Offiziell: Christiane Niewerth ist neue Leiterin der Jahnschule.

Rund 15 Monate war die Stelle vakant. Jetzt hat die Jahnschule offiziell wieder eine Leitung – oder besser gesagt: eine Leiterin.

Hamm - Kurz vor Beginn der Sommerferien hat Christiane Niewerth die Ernennungsurkunde erhalten. Nach dem Weggang von Nicola Buschkotte im Frühjahr 2020 hatte sie die Grundschule bereits kommissarisch geleitet. Niewerth, die in Paderborn Grundschullehramt mit dem Schwerpunkt Musik studiert hat, war Anfang 2019 von der Matthias-Claudius-Schule in Hamm-Mitte als Konrektorin zur Jahnschule gewechselt. Sie wohnt mit ihrer Familie in Westtünnen.

Der neuen Leiterin ist es ein großes Anliegen, nach mehreren Wechseln an der Spitze der Schule und in der Lehrerschaft binnen weniger Jahre wieder Kontinuität in den Schulalltag zu bringen. Das sei nicht nur dem Kollegium, sondern auch der Elternschaft wichtig – und das alles in Pandemie-Zeiten. Denn die werde, und da ist sich die Schulleiterin sicher, die Schulen noch einige Zeit beschäftigen.

Die Jahnschule gehört damit zu den kleinsten Grundschulen in Hamm.

Die Jahnschule in Zahlen

Im abgelaufenen Schuljahr haben rund 165 Schüler die zweizügige Jahnschule besucht. Sie gehört damit zu den kleinsten Grundschulen in Hamm. Die Offene Ganztagsschule (OGS) der Jahn- und der Lindenschule – beide Schulen befinden sich unter einem Dach – haben rund 105 Kinder besucht. Im kommenden Jahr werden es, so Christiane Niewerth, rund 130 sein. Zudem erwartet sie über 40 i-Männchen.

Im Frühahr war Schulleiterin Nicola Buschkotte zur Wiehagenschule nach Werne gewechselt.

Neue Leitung für Jahnschule: Tablets bleiben erhalten

Während des Distanz- und des Wechselunterrichts haben die Schüler der Jahnschule vor allem den Umgang mit Tablets gelernt und dadurch einen wichtigen Grundstein für ihren weiteren schulischen und beruflichen Werdegang gelegt. Und auch wenn es – und danach sieht es zurzeit aus – nach den Sommerferien an der Jahnschule wieder einen Präsenzunterricht geben wird: Auf den punktuellen Einsatz der Tablets im Unterricht werde man nicht verzichten, kündigte Niewerth an.

Es gebe mittlerweile so viele tolle Apps, mit denen die Kinder auch lehrerunabhängig lernen und individuell gefördert werden könnten. Den Schülern könne man auch gezielte Aufgaben wie zum Beispiel das Erstellen eines Videos stellen. Den eigenen Bestand habe man auf 70 Schüler-iPads aufstocken können, freute sich die Leiterin. Und sie weiß: Der Umgang mit den sozialen Medien werde die Kinder ein Leben lang begleiten. Es sei daher wichtig, dass sie schon möglichst früh darin geschult und fit gemacht werden.

Zuwanderer an Herringer Schulen

Es sind Zahlen, die den einen oder anderen überraschen dürften: Nicht die Lessingschule, sondern die Jahnschule hat den prozentual den geringsten Zuwandereranteil an den Herringer Grundschulen. Laut der Schulstatistik 2020/21 lag der Anteil an der Jahnschule bei 47,9 Prozent, an der Lessingschule bei 52,4 Prozent. Spitzenreiter im Stadtbezirk ist allerdings die Hermann-Gmeiner-Schule (74,5 Prozent).

Neue Leitung für Jahnschule: Vielfalt als Trumpf

Eine weiterer Trumpf, den die Jahnschule hat, ist ihre Vielfalt. „Auch damit lernen die Kinder umzugehen“, so Niewerth, die sich insgesamt eine noch bessere Durchmischung der Schülerschaft für ihre Schule wünscht. Und daran werde man arbeiten.

Zudem schweben ihr und ihrem Team mehrere neue Projekte und Arbeitsgemeinschaften vor. Über den „Kultur-Rucksack“ wolle man im neuen Schuljahr eine Tanz-AG finanzieren, im März 2022 werde es ein Zirkus-Projekt geben. Auch der Aufbau einer Rollhockey-AG sei geplant, um interessierte Kinder an diesen Sport heranzuführen. Eine Kollegin, die früher selbst gespielt habe, werde sie übernehmen. Was Niewerth aber besonders wichtig ist: Sie möchte den Vor- und den Nachmittag mehr miteinander verzahnen und die Zusammenarbeit mit der OGS intensivieren. Falls möglich, wolle man unter anderem Lernzeiten einrichten, von denen nicht nur die OGS-Kinder profitieren.

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