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Jäschke-Hilfe aus Hamm: Müssen viele Spenden vernichtet werden?

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Von: Joachim Best

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So voll war das Lager in Ahrweiler zwischenzeitlich.
So voll war das Lager in Ahrweiler zwischenzeitlich. © Ronneberger

Droht die Vernichtung von Hilfsgütern aus Hamm? Schlechte Nachrichten erreichten jetzt Frank Jäschke aus dem Hochwasser-geplagten Ahrweiler.

Hamm - Der Geschäftsführer des Logistikbetriebs Jäschke an der Hafenstraße hatte in Hamm und umliegenden Orten mehr als 300 Tonnen an Hilfsgütern eingesammelt und ins von der Hochwasserkatastrophe extrem betroffene Ahrweiler gebracht. Das Lager, in dem die Spenden, aber auch 150 Helfer untergebracht sind, ist eine Schule. Um sie zu sanieren, soll es bis spätestens Dienstag geräumt werden. Wie Frank Jäschke von Ulf Ronneburger aus dem Koordinationsteam vor Ort erfuhr, sollen sonst alle Hilfsgüter vernichtet werden.

Auch für die Helfer würde dann die Unterkunft fehlen. Dabei hatten diese die Sporthalle erst nutzbar gemacht. „Das ist ein Riesendrama. Die werden dann wahrscheinlich abreisen, mit allem was sie mitgebracht haben, Bulldozer, Lader, Bagger, Stromaggregate. Das wird uns alles verloren gehen durch diese politische Entscheidung.“

Jäschke-Hilfe aus Hamm in Gefahr: dringend neuer Standort gesucht

Jetzt suchen die Organisatoren händeringend nach einem neuen Standort in der Umgebung, der ungefähr die gleichen Voraussetzungen bietet. Momentan sind Helfer dabei, das Lager leerzuräumen und die Hilfsgüter in die betroffenen Dörfer zu bringen, damit die Menschen versorgt werden. Richtung Dernau und auch in den Eifeldörfern sei noch sehr viel Bedarf.

Zur angedrohten Räumung der Halle sagt Ronneberger: „Das können und wollen wir nicht akzeptieren, das will auch die Bevölkerung nicht akzeptieren.“ Auch das THW habe sich dagegen ausgesprochen. Das Lager sei notwendig, weil es dort eine Krankenstation mit ausgebildeten Ärzten gebe. Daher sei momentan alles in der Schwebe, so Ronneberger.

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