Kamener Straße in Lerche

Jäger will in Hamm Wolf gesichtet haben - Einzeltier?

Ein Wolf in Hamm? Diese Frage gilt es nun zu klären.
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Ist dieses Tier ein Wolf? Diese Frage gilt es nun in Hamm zu klären.

Es war nur eine Frage der Zeit, aber jetzt scheint der erste Wolf tatsächlich nach Hamm zurückgekehrt zu sein – zumindest vorübergehend.

Hamm – Joachim Schäfer ist sich sicher, dass es sich bei dem Tier, das er am Donnerstag auf einem Feld an der Kamener Straße in Lerche circa 250 Meter von der Kamener Stadtgrenze entdeckt hat, um einen Wolf handelt. „Es ist offenbar ein Einzeltier“, sagt Schäfer, der seit 30 Jahren Jäger ist.

Da Wölfe geschützt sind, dürfen sie nicht bejagt werden. „Es sei denn, es handelt sich um ein Problemtier“, erklärt sein Bruder Heinz-Friedrich Schäfer. Sollte die Wolfs-Population in der Region in den kommenden Jahren zunehmen, würde das zu einem echten Problem für die Landwirtschaft werden – vor allem für das Vieh auf der Weide. Aber auch wenn vieles dafür spricht, dass es sich bei dem Lercher Tier um einen Wolf handelt: Die offizielle Bestätigung durch das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv) steht noch aus.

Mutmaßungen über Sichtung in Hamm seit 2016

Mutmaßungen, dass der Wolf in Hamm auftauchen könnte, hatte es zuletzt 2016 gegeben, nachdem ein solches Tier im rund 30 Kilometer entfernten Oelde gesichtet worden war. Auch für den damaligen Vorsitzenden der Kreisjägerschaft Hamm, Professor Dr. Lothar Reinken, war das ein denkbares Szenario. Allerdings betonte er auch, dass die Tiere hier wohl kaum eine dauerhafte Heimat finden werden. „Wölfe lassen sich nicht in Hamm nieder, sondern ziehen eher in Richtung Sauer- oder Siegerland weiter, weil dort große Waldflächen vorhanden sind“, so Reinken damals. Die Hammer Umgebung sei nur eine Durchzugsregion für die Tiere.

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