Verhinderte Entenmama erzählt

Nach komplizierter Umsiedlung heißt es "Ente gut, alles gut"

+
Die unfreiwillig gewordene Entenmama hat ihr Findelkind doch sehr lieb gewonnen.

Hamm – Katharina Wolf staunte nicht schlecht, als in ihrem Garten eine Ente gebrütet hat. Nach zweiwöchigem Hin und Her konnte sie die Ente nun artgerecht umsiedeln.

Die verhinderte Entenmama hat WA.de von den Tücken der Aktion erzählt.

Was stellte sich als so schwierig an der Umsiedlungsaktion heraus?

Katharina Wolf: Die Ente konnte – leider – nicht bei uns bleiben, schließlich habe ich zwei Katzen. Also habe ich als Immobilienmaklerin den neuen Auftrag dankend angenommen, wollte mich informieren und suchte nach sachgerechter Hilfe. Nur hat es gedauert, bis sich letztlich der Nabu und ein Mitarbeiter der Stadt meinem Problem angenommen haben und lösungsorientierte Hilfestellung geleistet haben. Von anderen Seiten habe ich sehr unfreundliche Möglichkeiten gehört, wie ich die Ente loswerden könne.

Hier geht's zur Vorgeschichte

Frau Wolf, eine Ente und zwei Katzen: Wer kann helfen?

Wie ging die Umsiedlung denn vonstatten

Wolf: Die Ente darf nur mit dem Nest umgesiedelt werden, also habe ich das Nest in einen Katzenkorb gestellt, als die Ente fressen war, und gewartet, bis sie reingeht, allerdings ist sie immer rausgelaufen, wenn sich Menschen genähert haben. Dann hat eine Freundin, die schon mehrere Enten-Umsiedlungen mitgemacht hat, einen Tipp gegeben: Einfach eine Socke vor den Katzenkorb halten, wenn sie drin ist. Das hat geklappt, jetzt lebt sie am Wasser.

Nicht nur für sich hat die Ente ein neues Heim gesucht, auch für ihre ungeschlüpften Kinder

Warum waren Sie so engagiert für die Ente?

Wolf: Das ist mein persönlicher Lebensethos: Leben und leben lassen. Es geht einfach oder schwierig, dafür ist aber der schwierige Weg oft der positivere und das war ein positiver Beitrag für die Welt. Diese Lösung war durchgehend friedlich. Ich bin total glücklich, dass das so gut geklappt hat, wenn auch ein bisschen traurig, weil ich auch gerne Enten-Mama geworden wäre. Tiere sind einfach toll.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare