Reise-Bloggerin im Interview: „Hamm ist richtig urban!“

Eine Nacht am Kraftwerk: Reise-Bloggerin Sandra Wolfson übernachtete bei ihrem Besuch in Hamm im Sleepero in Uentrop.
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Eine Nacht am Kraftwerk: Reise-Bloggerin Sandra Wolfson übernachtete bei ihrem Besuch in Hamm im Sleepero in Uentrop.

An Hamm ist Sandra Wolfson meist vorbeigefahren: im Auto, auf der A 2, sah Lagerhalle neben Lagerhalle und fragte sich, ob die Gewerbesteuer besonders niedrig sei.

Hamm – Nun hat Wolfson, Model, Marketingfachfrau und Reisebloggerin, Hamm besucht und über die außergewöhnlichen Seiten der Stadt geschrieben. WA-Redakteurin Constanze Juckenack hat mit ihr darüber gesprochen.

Was hat Sie nach Hamm verschlagen?

Wolfson: Das Sleeperoo, das es hier seit kurzem gibt. Wir sind im Team von Ruhrtourismus darauf aufmerksam geworden und wollten das testen. Außergewöhnliche Übernachtungen – das interessiert ja immer. Ich wäre dafür aber auch in eine andere Stadt gefahren, habe mich aber auch gefreut, dass es Hamm war: Ich mache Marketing für die Römer-Lippe-Route und war deshalb ein paar Mal kurz in Hamm. In die Innenstadt hatte ich es aber noch nicht geschafft, das wollte ich ändern.

Welches Bild hatten Sie vorher von Hamm?

Wolfson: Hamm war für mich vor allem sehr weit weg. Ich komme aus Bottrop, für mich war es unglaublich, dass Hamm zum Ruhrgebiet gehört, zumal es ja auch anders aussieht. Mein Eindruck von der Autobahn aus war, dass die Gewerbesteuer  hier niedrig sein muss, weil man an unheimlich vielen Lagerhallen vorbeikommt.

Und welchen Eindruck haben Sie jetzt?

Wolfson: Hamm hat mich überrascht. Die Übernachtung im Sleeperoos war super. Ich war eine der ersten, die darin übernachtet hat, glaube ich. Das war schön. Und dann wollte ich Seiten von Hamm zeigen, die nicht jeder kennt. Vom Maximilianpark hat jeder schon gehört, ich wollte was anderes machen: und habe gestaunt, wie viele junge und hippe Spots es hier gibt. Hamm ist richtig urban.

Diese Worte werden nicht so oft in Verbindung mit der Stadt verwendet ...

Wolfson: Das haben ganz viele Hammer zu meinem Blogeintrag geschrieben. Viele meinten, dass sie diese Seite ihrer Stadt noch gar nicht gesehen hatten. Schon witzig, dass ich als Außenstehende ihnen etwas zeigen kann. Gerade das Künstlerviertel fand ich richtig cool. Ich wusste vorher nicht, dass es hier so etwas gibt. Ein Beispiel dafür ist das Wohnhaus-Café, aber auch das, was Kai Wohlgemuth macht, oder das Bebuna  – frischer, selbst gerösteter Kaffee, das entspricht ja total dem Zeitgeist.

Sie sind viel im Ruhrgebiet unterwegs. Wenn Sie ein Ranking der Städte machen müssten, was stünde oben?

Wolfson: Das kommt aufs Thema an. Wenn man etwas Außergewöhnliches  machen will, stünde Hamm weit oben. Ein anderes Künstlerviertel wie dieses kenne ich im Ruhrgebiet gar nicht.

Wenn man für eine einzige Sache in Hamm Zeit hat: Was sollte man sich anschauen?

Wolfson: Den Hindutempel. Der ist außergewöhnlich. Ich bin privat durch Indien gereist. Wenn ich dort gesagt habe, dass ich aus Deutschland komme, haben die Inder mich gefragt, wie weit mein Wohnort von Hamm weg ist. Hamm ist dort ein Begriff, weil in Uentrop dieser riesige Tempel steht. Ich würde total gerne einmal dabei sein, wenn die Hindus beim Tempelfest so gangesmäßig im Kanal baden gehen. Leider wird daraus in diesem Jahr nichts.

Und was hätten Sie gemacht, wenn Sie mehr Zeit in Hamm gehabt hätten?

Wolfson: Dann wäre ich Wasserski gefahren. Das gibt es auch selten im Ruhrgebiet, das hätte ich gern gemacht.

Der Blog

Auf dieser Internetseite gibt es einen Blog mit Beiträgen unter anderem von Sandra Wolfson. Betrieben wird er von der Ruhr Tourismus GmbH, einer Tochtergesellschaft des Regionalverbands Ruhr (RVR).

Hamm ist neben zehn weiteren kreisfreien Städten und vier Kreisen Mitglied des RVR. Die Ruhr Tourismus GmbH entwickelt und vermarktet ein touristisches Profil für das Ruhrgebiet.

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