Mehr Sicherheit für Radfahrer

Pilotprojekt an der Promenade: Hamm bekommt die erste schlaue Ampel

„Haifischzähne“ sollen mehr Aufmerksamkeit bringen.
+
„Haifischzähne“ auf der Fahrbahn: OB Herter sorgt selbst für mehr Sicherheit im Radverkehr.

Auf der Fahrbahn in Hamm beißen bald Haifischzähne zu. Doch das ist nicht alles, was die Verantwortlichen in puncto Fahrradsicherheit bieten wollen. Die intelligente Ampel kommt.

Hamm – Die Fahrradpromenade soll verbessert werden. Die Stadt hat damit begonnen, Markierungen und Schilder zu erneuern. An der Kreuzung der Ringanlagen mit der Marker Allee soll in absehbarer Zeit eine intelligente Ampel installiert werden, die für optimalen Verkehrsfluss auf den Radwegen sorgen soll.

Fahrradpromenade um Hammer Altstadt bekommt mehr Aufmerksamkeit

Die Promenade ist das Herzstück das Hammer Radwegenetzes. Der 2,8 Kilometer lange Ring um die Altstadt wurde vor gut 25 Jahren angelegt. Jetzt soll sie wieder in Schuss gebracht werden. An Querungen sollen neue Symbole auf das Pflaster gebracht werden. Beispielsweise am Otto-Krafft-Platz, wo eine Linie aus „Haifischzähnen“ Radler jetzt auf Fußgänger und Autofahrer aufmerksam macht – sie haben dort Vorfahrt. Gleichzeitig wurde ein Fahrradsymbol ins Pflaster eingelassen, um die Promenade deutlicher zu kennzeichnen.

Intelligente Ampelschaltung für Fahrradpromenade

Weitere Kreuzungspunkte im Verlauf der Promenade sollen in den kommenden Wochen folgen, in einigen Abschnitten soll auch die Fahrbahnoberfläche ausgetauscht werden. Oberbürgermeister Marc Herter, Bezirksbürgermeisterin Stefanie Baranski und Stadtbaurat Andreas Mentz sahen in dem Vorhaben eine deutliche Verbesserung für den Alltagsradverkehr. Und sie stellten noch ein weitaus ambitioniertes Vorhaben vor: intelligente Ampelschaltungen für den Radverkehr.

Der Übergang der Fahrrad-Promenade an der Marker Allee soll durch eine intelligente Ampel geregelt werden.

Dort, wo die Marker Allee die Ringanlagen kreuzt, soll eine zusätzliche Ampel für reibungslosen Radverkehr sorgen – sowohl auf der Promenade als auch auf der Marker Allee. Per Videotechnik soll die Ampel herannahende Autos, Busse und Radler erkennen können, um Rot- und Grünphasen dem Verkehrsaufkommen entsprechend zu steuern.

Bisher gebe es das nur in Salzburg und Wien, sagte Mentz. Für Deutschland sei das Vorhaben ein Pilotprojekt. Ausprobieren wolle man das an besagter Kreuzung, weil hier viele Schüler und Studenten mit dem Rad unterwegs, gleichzeitig aber vergleichsweise wenig Autos fahren. Wenn es dort funktioniert, könnten weitere Ampeln folgen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare