Inge Block-Löher verabschiedet

Großer Bahnhof für Inge Block-Löher (Zweite von links): Unter anderem wurde sie verabschiedet von Andrea Christoph (rechts, Schulrätin), Maria Büse-Dallmann (Zweite von rechts, Dezertnentin bei der Bezirksregierung Arnsberg), Thomas Hunsteger-Petermann (Mitte, Oberbürgermeister) und Jörg Hegemann (ehemaliger Schuldezernet der Stadt Hamm). ▪
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Großer Bahnhof für Inge Block-Löher (Zweite von links): Unter anderem wurde sie verabschiedet von Andrea Christoph (rechts, Schulrätin), Maria Büse-Dallmann (Zweite von rechts, Dezertnentin bei der Bezirksregierung Arnsberg), Thomas Hunsteger-Petermann (Mitte, Oberbürgermeister) und Jörg Hegemann (ehemaliger Schuldezernet der Stadt Hamm). ▪

HEESSEN ▪ Sie würde wieder Lehrerin, wenn sie noch einmal entscheiden müsste, sagte gestern Vormittag Inge Block-Löher bei ihrem Abschied als Leiterin der Martin-Luther-Schule. Aber: „40 Jahre sind genug“, bekannte sie ebenfalls vor versammeltem Publikum.

In diesen 40 Jahren als Lehrerin – 30 davon in Hamm – hat sie allerdings einige tiefe Spuren an den unterschiedlichen Stätten ihres Wirkens hinterlassen. Das war aus den Redebeiträgen deutlich herauszuhören.

1981 kam Inge Block-Löher an die Martin-Luther-Schule. Unter anderem arbeitete sie mit einer Klasse im Rahmen eines Geschichtswettbewerbs das 100-jährige Bestehen des Heessner Bahnhofes auf und sorgte dafür, dass die Heessener Kirmes wiederbelebt wurde. 1990 wurde sie stellvertretende Schulleiterin der Martin-Luther-Schule, bevor sie 1993 die Leitung der Hardenbergschule in Bockum-Hövel übernahm. In ihrer Amtszeit dort hat sie unter anderem am Modellprojekt „Selbstständige Schule“ teilgenommen und – damals NRW-weit einmalig – die Differenzierung in nach der Klasse 8 in A und B eingeführt.

Als Schulleiterin kehrte Block-Löher im Jahr 2005 an die Martin-Luther-Schule zurück. Hier schloss sie mit vielen unterschiedlichen Partnern Kooperationen und knüpfte so für die Schüler ein soziales Netzwerk. Besonders hervorzuheben ist unter anderem die Zusammenarbeit mit dem Jugendzentrum Bockelweg, das die Über-Mittag-Betreuung und zusätzliche Förderung der Schüler übernommen hat.

Zusätzlich leitete sie das „Maxilab“ im Maxipark, wo Schüler spielerisch den Umgang mit Chemie erlernen.

Ziel ihrer Aktivitäten sei immer gewesen, für die Schule und die Schüler das Beste herauszuholen, betonte Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann. Immer habe sie auch deutlich gemacht, was Hauptschüler leisten könnten. Er erinnerte ebenso an ihre außerschulischen Aktivitäten, wie zum Beispiel als Fraktionsvorsitzende der SPD in der Bezirksvertretung Heessen. Oft streitbar, habe sie aber stets dafür gesorgt, dass Kompromisse gefunden werden konnten, lobte er.

„Oft merkt man später erst, was man Schülern mitgegeben hat an Würze des Lebens. Nämlich dann, wenn sie einmal an die Schule zurückkehren“, sagte Pastoralreferent Matthias Winter. Den Beweis trat kurz darauf eine ehemalige Schülerin an. „Ich habe hier Dinge erlebt, die es auf anderen Schulen nicht gab“, berichtete sie aus ihrer Schullaufbahn und lobte besonders die familiäre Atmosphäre an der Martin-Luther-Schule. Die Lehrer seien nicht nur Lehrer, sondern unterstützten die Schüler auch in persönlichen Belangen.

Über diese Rückmeldung einer ehemaligen Schülerin freute sich Block-Löher besonders. Sie dankte ihren zahlreichen Wegbegleitern und hob vor allem ihre insgesamt sechs Schulsekretärinnen hervor, „die meine Launen oft ungefiltert ertragen mussten.“ Die Verabschiedung moderierte der stellvertretende Schulleiter, Hans Püttmann. Für den unterhaltsamen Rahmen sorgten Schüler mit Tanz, Musik und Gesang. ▪ jim

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