Industrie-Isolierer ermitteln den Deutschen Meister

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Siegerehrung nach der Deutschen Meisterschaft der Industrie-Isolierer. Auch Bürgermeisterin Ulrike Wäsche überbrachte die Glückwünsche im Ausbildungszentrum der Bauindustrie. ▪

HAMM-NORDEN ▪ „Äußerst knapp“ fand Helmut Bramann die Entscheidung, die Freitagabend den Sieger der Deutschen Meisterschaften der Industrieisolierer 2010 bestimmte. Bramann, der als Geschäftsführer für Wärme-, Kälte-, Schall- und Brandschutz im Hauptverband der Deutschen Bauindustrie tätig ist, sprach von einer „Entscheidung im Tausendstel Bereich“, die vor allem auf die hohe Leistungsdichte unter den Teilnehmenden zurückzuführen ist.

Von 216 Industrieisolierern, die jeweils das beste Prüfungsergebnis erzielten und so von dem für sie zuständigen Industrie- und Handelskammerstandort vorgeschlagen wurden, schafften es acht Bewerber ins Finale. Und diese acht saßen gespannt und durch das Erreichen des Finales bereits geehrt zusammen mit der Jury des Wettbewerbs und den Ausrichtenden im Ausbildungszentrum Bauindustrie an der Bromberger Straße; auf die endgültige Bekanntgabe der Platzierungen wartend.

Doch zunächst wurde noch der ein oder andere gute Rat, ein paar Wünsche für die Zukunft und vor allem viel Lob an den – im wahrsten Sinne des Wortes – Mann gebracht. Die Bürgermeisterin Ulrike Wäsche titulierte die ausschließlich männlichen Sieger als „erstklassige Facharbeiter“, der Diplom-Ingenieur Ulrich Gernhardt der IHK zu Dortmund spricht den jungen Ausgebildeten „nicht nur Fachkompetenz, auch Persönlichkeit und Teamfähigkeit“ zu und fasst das Ergebnis des Wettbewerbs mit Hilfe eines Zitates Hermann Hesses zusammen: „Der zu seinem Beruf Begabte und Geborene ist immer eine erfreuliche und seltene Erscheinung.“

Die Platzierungen des ersten Bundesleistungswettbewerbs dieser Art - im Rahmen dessen die Teilnehmer an zwei Tagen für jeweils acht Stunden die Aufgabe hatten, einen Rohrkörper zu verkleiden indem sie eine Blechummantelung herstellen - sehen wie folgt aus: die fünf vierten Plätze (zu denen es aufgrund der nur minimalen Punktunterschiede kam) belegten Uwe Hüsers, Dimitry Igoshkin, Simon Hamann, Kenan Aras und Dominik Cennter. Die Bronzemedaille der Industrieisolierer erhielt Steven Große, den zweiten Platz ergatterte Barnet Trost und Sieger des Wettbewerbs und somit bester Jungindustrieisolierer Deutschlands 2010 wurde Christian Seyfarth, der sich bereits bei den Europameisterschaften mit der Bestplatzierung einen Namen machte.

In der Werkstatt waren die Wettbewerbsergebnisse unter den Augen des Initiators und Ideengebers des Wettbewerbs, Walter Riening, präsentiert worden. Bei der Betrachtung der für den Laien völlig identischen für die Teilnehmer aber an Einzelheiten zu unterscheidenden Werke wurde die erforderte Präzision und Maßhaltigkeit, die schließlich auch zur für die Jury schwierigen Entscheidung führte, noch einmal deutlich. ▪ mkb

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