Renommierte Autorin

Aus „An der Falkschule“ soll „Ilse-Bintig-Straße“ werden

Ilse Bintig mit ihrem Buch Elfenmärchen
+
Ilse Bintig gehört zu den renommiertesten Hammer Autoren. Sie starb am 15. April 2014.

Herringen – Im Sommer 2017 wurden die letzten drei Klassen der Falkschule entlassen. Seitdem ist die Schule Geschichte. Geblieben ist lediglich der Straßenname „An der Falkschule“. Doch auch der soll jetzt verschwinden und dem Namen „Ilse-Bintig-Straße“ weichen.

Entsprechende Bestrebungen gibt es derzeit in der Bezirksvertretung (BV) Herringen. Darauf verwies in dieser Woche SPD-Ratsherr Franz Tillmann. Wie er sagte, gebe es jetzt anstelle der Falkschule die Arnold-Freymuth-Gesamtschule. Früher habe die aktuelle Straßenbezeichnung noch Sinn gemacht. Mittlerweile führe der Name An der Falkschule mit Blick auf die Gesamtschule aber nur noch zu Irritationen, argumentierte der Ratsherr. Daher sei eine Straßenumbenennung aus Sicht der Herringer SPD sinnvoll.

Die Anwohner der Straße An der Falkschule haben bis zum 20. Januar Gelegenheit, sich zu der geplanten Straßenumbenennung zu äußern und mögliche Einwände ans Bürgeramt zu richten. Nicht von einer Umbenennung betroffen wären die Hausnummern. Sie sollen erhalten bleiben. Großartige Kosten sind für die Anwohner nicht zu erwarten. Das zuständige Vermessungs- und Katasteramt der Stadt würde nach einer erfolgten Umbenennung die Benachrichtigung an die Stadtwerke Hamm, das Finanzamt Hamm, das Amtsgericht Hamm (Grundbuchamt), die Feuerwehr, das Steueramt, das Ordnungs- und Wahlamt, die Deutsche Telekom und die Deutsche Post übernehmen. Die erforderliche Änderung der Personalausweise und Kfz-Scheine ist für die betroffenen Anwohner kostenfrei.

Renommierte Hammer Autorin

Ilse Bintig wurde am 7. April 1924 in Hamm geboren. Sie wuchs in Herringen auf und arbeitete von 1950 bis 1984 als Lehrerin an verschiedenen Schulen in Herringen. Sie gehörte zu den renommiertesten Hammer Autorinnen mit bundesweiter Bekanntheit. Die Herringerin veröffentlichte zahlreiche Kinder- und Jugendbücher, Erzählungen, Kurzgeschichten und Spielstücke wie beispielsweise „Zwischen Fördertürmen und Fabrikschornsteinen“ im Jahre 2005 oder „Lieber Hanno – Eine Liebe im 2. Weltkrieg“ aus dem Jahre 1998. Ilse Bintig erhielt mehrere Auszeichnungen, darunter die Bezirksmedaille des Stadtbezirks Herringen (1988), den Alfred-Müller-Felsenburg-Preis für aufrechte Literatur (1990) sowie den Wappenteller der Stadt Hamm (1994). Sie starb am 15. April 2014.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare