Kooperation mit KVWL?

Impfstation für Bockum-Hövel: Die Ludgeri-Gruppe würde als Kooperationspartnerin mitmachen

Könnte Impfstation für Bockum-Hövel werden: Das Haus der Pflege der Ludgeri-Gruppe böte nach Aussage von Lisa Metz genügend Platz. Die Betreuten der mobilen Pflege müssten nicht ins Stadtzentrum fahren. Auch Bockum-Höveler Bürger könnten dort geimpft werden.
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Könnte Impfstation für Bockum-Hövel werden: Das Haus der Pflege der Ludgeri-Gruppe böte nach Aussage von Lisa Metz genügend Platz. Die Betreuten der mobilen Pflege müssten nicht ins Stadtzentrum fahren. Auch Bockum-Höveler Bürger könnten dort geimpft werden.

Das Impfen der über 80-jährigen Senioren gegen Corona in den stationären Einrichtungen der Altenpflege war durchgeplant und ist in Bockum-Hövel inzwischen abgeschlossen.

Bockum-Hövel – Waren doch alle drei Häuser in einer Hand, in der des privaten Betreibers Ludgeri-Gruppe der Familie Metz. Juniorchefin Elisa Metz hatte die Impfkampagne noch vor dem Verkauf der Häuser an die Alloheim-Gruppe organisiert. Doch wie sieht es in der Tagespflege, der ambulanten Pflege und dem betreuten Wohnen sowie den Häusern mit seniorengerechten Wohnungen aus, die auch weiterhin zur Ludgeri-Gruppe gehören? Auch hier hat Elisa Metz die Organisation übernommen.

Bei den Beschäftigten der Tagespflege sei man inzwischen einmal durch, sagt sie. Hierfür sei es möglich gewesen, neben den vollstationären Einrichtungen Termine zu bekommen. Schon im Vorfeld habe man organisiert, dass auch Mitarbeiter der mobilen Pflege kurzfristig in die Einrichtungen kommen konnten, wenn noch Corona-Impfdosen übrig waren. Inzwischen seien alle Mitarbeiter, die es wollten, durchgeimpft.

Haus der Pflege für Impfungen nutzen

Für die Senioren, die zu Hause gepflegt und betreut würden, habe man eine Anfrage an die Stadt und das Impfzentrum geschickt, sagt Metz. Ihr Vorschlag: Das Haus der Pflege an der Marinestraße, das Sitz der Ludgeri-Gruppe ist, könnte für die Impfungen genutzt werden. Dort gibt es genügend Räumlichkeiten für eine kleine Impfstelle. „Wir könnten alle Senioren, die wir betreuen, mit einem Fahrdienst dorthin bringen. Die Pflegekräfte sind ohnehin mit ihren Autos unterwegs und wir besitzen einen großen Bus, in dem wir auch Rollstuhlfahrer transportieren können“, sagt sie.

Für viele Senioren sei es schwierig, einen Termin zu bekommen. Und drei Viertel von ihnen könnten das städtische Impfzentrum selbstständig kaum erreichen, schon gar nicht mit dem Öffentlichen Personennahverkehr. „Wir sind inzwischen erprobt. Wenn man sich gut vorbereitet, schafft man eine Menge. Wir haben so oft geimpft, dass wir ein System entwickelt haben. Und wir arbeiten mit vielen Hausärzten zusammen, die das machen würden“, so Metz.

Impfstationen für den ganzen Bezirk denkbar

Auch für die Tagespflege habe sie bei der Stadt und beim Impfzentrum angefragt, ob man dort nicht einen Impftag für die Senioren durchführen könne. Noch habe sie keinen Rückruf erhalten. „Uns wäre das wichtig, weil hier die Haushalte der Betreuten und unsere Mitarbeiter zusammentreffen. Das trüge auch zum Schutz der Allgemeinheit bei“, sagt sie. Es gebe Ärzte und medizinisches Personal, mit denen man zusammenarbeite.

Und sie geht sogar noch ein Stück weiter. Sie könne sich auch vorstellen, eine kleine Impfstation nicht nur für die von der Ludgeri-Gruppe betreuten Senioren, sondern für ganz Bockum-Hövel einzurichten. „Wenn Bedarf da ist, können wir Räumlichkeiten zur Verfügung stellen“, sagt sie.

KVWL und Ludgeri-Einrichtung wollen zusammen arbeiten

Eine Kooperation mit den ambulanten Pflegediensten ist für die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen, die die Impftermine organisiert, durchaus denkbar. Die Pflegedienste würden die von ihnen betreuten immobilen alten Menschen kennen und erreichten sie täglich, teilt der Sprecher der KVWL, Andreas Daniel auf Anfrage des WA mit. Der Errichtungsausschuss der Pflegekammer NRW habe der KVWL dazu seine Kooperation und Gespräche angeboten. „Hierauf werden wir gern eingehen und die mögliche Unterstützung der Pflegedienstleister einbeziehen“, so Daniel. Allerdings stellt er auch fest, dass das Land NRW aktuell ausschließlich Impfungen in stationären Pflegeeinrichtungen durch mobile ärztliche Teams und in den Impfzentren vorsehe.

Dennoch freut sich Metz über die Kooperationsbereitschaft. Sie will die gute Nachricht jetzt auch in die offiziellen Gremien hineintragen.

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