Aktuelle Umfrage

Impfpflicht: Nicht nur Befürworter in Hamm

+

In Schulen und Kindergärten soll es künftig eine Impfpflicht gegen Masern geben. Dieses Thema trifft jedoch nicht bei allen Hammern auf Zuspruch.

Hamm – Der Hammer Kinderarzt Hendrik Staender steht dem Thema Impfpflicht gegen Masern eher skeptisch gegenüber. „Ich glaube, dass die Impfpflicht nichts bringen wird, weil es an denen vorbei geht, die nicht geimpft sind.“

Die, die nicht geimpft sind, seien keine Impfgegner, sondern in der Regel Menschen, die Termine verpassen, die schlecht informiert und verunsichert sind. „Diese Menschen erreicht man eher durch bessere Aufklärung und die Etablierung von besseren Terminerinnerungen“, sagt Staender.

Lesen Sie auch:

Masernimpfpflicht: Welche Regelungen die Einführung konkret beinhaltet

Autismus durch MMR-Impfung? Studie kommt zu klarem Ergebnis

Weitere Meinungen:

Martina Reck, Leiterin der Elterninitiative „Villa Kunterbunt“ in Werries, kann beide Seiten nachvollziehen. „Ich verstehe die Befürworter der Impfpflicht, aber auch die Menschen, die dem Thema eher kritisch gegenüberstehen, denn es gibt ja auch Impfnebenwirkungen“, so Reck.

Gudrun Alteheld, Leiterin der Evangelischen Kindertagesstätte Kidron in Hamm-Süden, findet es grundsätzlich gut, dass die Kinder geimpft werden. „Es geht eben nicht nur um das einzelne Kind, das geschützt werden muss, sondern auch um die anderen Kinder.“ Auch Grundschulen werden vom Beschluss betroffen sein.

Christina Kühler, Leiterin der Maximilianschule in Werries, befürwortet das neue Gesetz: „Als Schulleitung habe ich die Pflicht, an die Schulgesundheit zu denken. Die Impfpflicht wäre meiner Meinung nach eine Erleichterung für die Schule, da wir einheitlich davon ausgehen können, dass bestimmte Krankheiten nicht mehr auftreten können“, sagt Kühler.

Keine Fälle von Masern in Hamm

In Hamm hat es in den vergangenen Jahren keine Fälle von Masern gegeben. Laut der Einschulungsuntersuchungen in Hamm hatten im Schuljahr 2017/18 etwa 98,3 Prozent der Kinder die erste Masernimpfung erhalten und 92,6 Prozent die zweite.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare