Impfen in Hammer Krankenhäusern unterbrochen - Nachschub fehlt

Marc Lindemann war der erste Impfling im Marienhospital Hamm.
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Große Freude herrschte beim Hammer Krankenhauspersonal, als die Impfungen begannen. Marc Lindemann war der erste Impfling im Marienhospital.

Ein unfreiwilliger Corona-Impfstopp trifft auch die Krankenhäuser in Hamm. Dort schwanken die Reaktionen zwischen Enttäuschung und geduldigem Ausharren.

Hamm - Die Freude beim Personal in den Hammer Krankenhäusern war groß, als Anfang der Woche die ersten Impfungen von Mitarbeitern durchgeführt wurden. Am Mittwoch und Donnerstag waren weitere Impftermine angesetzt. Laut Stadt etwa 550, doch wegen eines NRW-weit greifenden Lieferengpasses des Impfstoffes müssen diese und noch weitere Termine auf Anfang Februar verschoben werden. Das bestätigte die Stadt auf Nachfrage. (News zum Coronavirus in Hamm)

1300 Impfdosen waren in dieser Woche insgesamt bestellt worden. Bis Ende Januar sei kein neuer Impfstoff für Erstimpfungen vom Land zu erwarten, habe das Ministerium für Gesundheit und Soziales am Dienstagabend mitgeteilt, so Stadtsprecher Tom Herberg. Der Grund liege in den Produktionsabläufen beim Anbieter Biontech.

Anfang der Woche waren zum Auftakt etwa 750 Impfdosen an Mitarbeiter von Krankenhäusern verimpft worden. Bis zu diesem Zeitpunkt waren in Altenheimen zudem 3600 Erstimpfen – für Bewohner und Mitarbeiter – erfolgt. Die Menge an Impfdosen für die Zweitimpfungen bis Ende Januar in den Heimen sei vom Land zurückgehalten worden und damit gesichert, so Herberg. Rund 1800 sollen sie deshalb bis Ende des Monats erhalten können. Damit seien dann etwa 50 Prozent der Heime in Hamm bei Bewohnern und Personal mit einer Zweitimpfe versorgt.

Impfen in Hamm: Für Krankenhäuser 14 Tage Verzug befürchtet

Zwei Altenheime warten zudem noch auf ihre Erstimpfen. In einem habe es ein Ausbruchsgeschehen gegeben, was dem entgegenstehe.

Die Stadt gehe davon aus, dass es für die Krankenhäuser zu einem etwa 14-tägigen Verzug komme. „Stand jetzt soll es Anfang Februar normal weitergehen“, sagte Herberg. Er gehe ferner davon aus, dass sich an den Prioritäten nichts ändere. Diese seien in den Hammer Krankenhäusern intern vorgenommen worden.

Stimmen, die den WA aus den Häusern erreichten, spiegelten angesichts der durch die Impfe zu erwartenden Erleichterung und Sicherheit einerseits große Enttäuschung wider, andererseits aber auch geduldiges Ausharren. „Ich war schon sehr enttäuscht, doch es lässt sich nun mal nicht ändern, und der Februar ist schon ganz nah“, sagte eine Mitarbeiterin des Pflegepersonals, die am Mittwoch hätte geimpft werden sollen.

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