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In Hamm wurden am Sonntag doch keine Menschen gegen Corona geimpft

Im Impfzentrum an der Friedensschule in Hamm ist längst alles vorbereitet.
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Im Impfzentrum an der Friedensschule ist längst alles vorbereitet. Doch bis hier die ersten Impfwilligen versorgt werden, dauert es noch.

[Update] Eigentlich sollte in Hamm heute das Impfzentrum seinen Betrieb aufnehmen. Daraus wurde aber nichts. Auch der Plan, heute die ersten Menschen gegen das Coronavirus zu impfen, wurde überraschend zurückgestellt. Eine aktuelle Übersicht.

Hamm - Schon seit Mitte Dezember ist in der Sporthalle der Friedensschule alles vorbereitet für die Massenimpfung der Hammer Bevölkerung. Weil die Liefermenge des Coronavirus-Impfstoffs von Biontech/Pfizer aber mit anfangs 180 Dosen sehr klein ausfällt, wollten die Mediziner der Kassenärztlichen Vereinigung (KVWL) zunächst ein Alten- und Pflegeheim anfahren, um dessen Bewohner und Mitarbeiter vor Ort zu impfen. Dieses Vorgehen ist auch in den kommenden Tagen zu erwarten, auch wenn dann deutlich mehr Impfdosen ausgeliefert werden. (News zum Coronavirus in Hamm.) Aber...!

Wie in der Redaktion überraschend bekannt wurde, wird am heutige Sonntag in Hamm gar nichts passieren in Sachen Impfung. Mit der Verschiebung steht Hamm quasi alleine dar, sie sei laut dem Leiter des Impfzentrums aus medizinischer Sicht jedoch unproblematisch.

In welcher Reihenfolge die insgesamt 33 Einrichtungen in Hamm abgefahren werden, entscheidet die medizinische Leitung des hiesigen Impfzentrums täglich je nach aktueller Lage. Diesen Job teilen sich Prof. Dr. Lothar Reinken und Dr. Hans Wilhelm Haarmann. Die zweite Lieferung mit dann 642 Dosen wird am 29. Dezember erwartet.

Welches Heim zum Start an der Reihe sein sollte, wurde von allen Beteiligten bis zuletzt geheim gehalten. Mitsamt der benötigten Materialien sollte das Serum direkt dorthin geliefert und auch erst dann angemischt werden. Nach exakt drei Wochen wird jedem Impfling eine zweite Spritze gesetzt, damit der Impfstoff seine volle Wirkung entfalten kann.

Startschuss fürs Impfen in Hamm: Impfzentrum noch geschlossen

Das Impfzentrum selbst bleibt also vorläufig noch geschlossen. Als frühester Öffnungstag wurde zuletzt der 4. Januar kommuniziert. Ob das zu halten ist, hängt davon ab, wieviel des wertvollen Gesundheits-Guts dann tatsächlich in Hamm ankommt. Informationen rund um dieses Thema gingen selbst im Rathaus offenbar nur scheibchenweise ein.

Aufbau des Impfzentrums an der Friedensschule in Hamm

Impfzentrum Hamm an der Friedensschule
Impfzentrum Hamm an der Friedensschule
Impfzentrum Hamm an der Friedensschule
Impfzentrum Hamm an der Friedensschule
Aufbau des Impfzentrums an der Friedensschule in Hamm

Sobald das Impfzentrum offiziell öffnen kann, sollen die Impfberechtigten (die mindestens 16 Jahre alt sein müssen) in Hamm von der KVWL entsprechende Informationen und einen Termin erhalten. Das erfolgt nach einem bestimmten Prioritäten-Schlüssel und soll so klar und strukturiert ablaufen, dass es vor Ort zu keinen nennenswerten Wartezeiten und damit zu Gruppenbildungen kommen kann. Grundsätzlich sind Geduld und ein langer Atem angesagt: Wer auf Verdacht zur Friedensschule kommt, werde abgewiesen, heißt es. Das gilt vermutlich auch für Adressaten, die zum Termin verspätet auftauchen.

Impfzentrum in Hamm - die wichtigsten Fakten:

  • Das Impfzentrum soll täglich im Zwei-Schicht-Betrieb von 8 bis 20 Uhr geöffnet sein.
  • 6 „Impfstraßen“ wurden in der vorderen der Dreifachsporthallen gemeinsam von der Stadt, der KVWL und den Zentralhallen eingerichtet.
  • 600 Impfungen am Tag sollen möglich sein, das entspricht 18.000 Impfungen im Monat.
  • Begleitpersonen sind ausdrücklich erwünscht, werden aber nur dann mitgeimpft, wenn sie ebenfalls einen Termin haben.
  • Menschen mit Symptomen wie Fieber werden strikt von allen anderen getrennt, um Ansteckungswege zu verhindern. Die Fiebermessung findet verpflichtend nach der Ankunft statt.
  • Im Foyer werden die persönlichen Daten der Impfkandidaten geprüft. Personalausweis und Krankenversicherungskarte sollten deshalb mitgebracht werden. 
  • Vor der Impfung gibt es ein Aufklärungsgespräch mit einem Arzt zum allgemeinen Befinden und möglichen Allergien. Danach geht es in eine Impfkabine, wo die Spritze gesetzt wird. 
  • Die Impfungen werden durch Ärzte der KVWL vorgenommen.
  • An einem der sechs Schalter kann sich der Impfling „auschecken“. Es werden die Originalunterlagen ausgehändigt. Diese müssen zum zweiten Impftermin nach exakt drei Wochen mitgebracht werden.
  • Geimpfte werden im Anschluss für 30 Minuten in einem Ruheraum beobachtet; damit soll gewährleistet werden, dass sie den Impfstoff gut vertragen.
  • Nach höchstens 60 Minuten soll die gesamte Prozedur vorüber sein.
  • Ein klares Park- und Verkehrskonzept soll die Belastung für die Anwohner und die Schüler im Umfeld so niedrig wie möglich halten. Wichtig: Dieses greift schon jetzt.

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