Immer mehr Waschbären in Hamm - Jäger besorgt

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Putzig sind sie zwar die Waschbären. Allerdings machen sie den Jägern und der Stadt mit ihrer wachsenden Population mittlerweile Sorgen, da sie anderen Tieren die Lebensgrundlage streitig machen.

Hamm - Es gibt immer mehr Waschbären, Füchse und Nutrias in Hamm. Das ist eine der Erkenntnisse aus der Jagdstrecke 2017, die Karl-Heinz Biermann als Jagdberater der Stadt unlängst der Kreisjägerschaft vorstellte. Und zwar mit einem kritischen Beigeschmack.

Dass die Population vor allem der Waschbären in Hamm weiter rapide zugenommen hat, ist an der Zahl der im Jahr 2017 erlegten Tiere zu erkennen: Mit 366 Waschbären hat sich diese Zahl im Vergleich zur vorherigen Jagdsaison weiter erhöht. 2016 waren es 266, 2015 gerade einmal 95. „Der Waschbär macht uns besondere Sorgen“, sagte Biermann und wies darauf hin, dass im Jahr 2009 gerade einmal zwei oder drei Tiere erlegt worden seien.

Im Rahmen ihres Hegeauftrags sollen die Jäger dafür sorgen, die Tierpopulationen auf konstantem Niveau zu halten und damit die Artenvielfalt zu sichern. Zu viele Tiere bestimmter Arten können anderen Tieren die Nahrungs- und Lebensgrundlage wegnehmen.

Nutrias in Hamm.

Ein ebenfalls erneut „starker Anstieg“, so Biermann, ist im Jahr 2017 auch bei den Nutrias festgestellt worden – auch vor dem Hintergrund, dass diese Art Schäden in der Natur anrichten kann. Mit 269 Tieren (davon elf Fallwild) stieg die Zahl gegenüber dem Vorjahr deutlich. 2016 waren es 106, im Jahr davor nur 35.

Weiterhin gestiegen ist auch die Zahl der Füchse. Mit 331 Tieren (davon 58 durch Fangjagd sowie 39 Fallwild) waren es 13 Tiere mehr als im Jahr zuvor. Einen „derben Sprung nach oben“ machten zudem mit 23 Tieren die Dachse, nachdem es 2016 nur 13 waren.

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