Immer mehr Kinder bleiben ganztags in der Schule

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Kinder in der Nachmittagsbetreuung einer Ganztagsschule

Hamm - Die Schule ist kein reiner Ort der Lehre mehr. Immer mehr Kinder bleiben bis zum Nachmittag zur Betreuung in der Schule. Auch die Zahl der Schüler mit einem Förderbedarf steigt. Schuldezernentin Britta Obszerninks stellte gestern die aktuelle Statistik vor.

Knapp 26.500 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in Hamm drücken die Schulbank: In einer Grund- oder weiterführenden Schule, privat oder staatlich, teils in einem Berufskolleg. Insgesamt 59 Schulen gibt es in Hamm. Das geht aus der Schulstatistik 2018/19 vor, die Schuldezernentin Britta Obszerninks in dieser Woche vorstellte.

Die Daten basieren auf dem Stichtag 15. Oktober 2018, berücksichtigen also nicht die Anmeldungen für das kommende Schuljahr.

Die gesamte Schülerzahl in Hamm ist leicht gesunken, um 2,3 Prozent. Der Rückgang liege im Landesschnitt und spiegele die demografische Entwicklung wieder, sagte Obszerninks.

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Leicht gestiegen ist dagegen die Zahl der Schüler, die in Offenen Ganztagsschulen (OGS) betreut werden. 2.769 sind es jetzt, 34 mehr als im vorhergehenden Schuljahr. Innerhalb von zehn Jahren hat sich die Zahl der Kinder in einer Ganztagsbetreuung deutlich verändert.

Eine Ganztagsbetreuung gibt es an allen Grundschulen sowie den Förderschulen mit Primarstufe. Man überprüfe die Kapazitäten regelmäßig, sagte Obszerninks, und baue das Angebot weiter aus. Aktuell nähere die Stadt sich einer Betreuungsquote von 60 Prozent, ergänzte Karin Diebäcker (Amt für schulische Bildung). Langfristig rechne man mit 70 Prozent.

Gestiegen ist auch die Zahl der Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf: Sie lag zuletzt bei 1.502. Besonders häufig ist inzwischen die Feststellung eines Unterstützungsbedarfs bei der „emotionalen und sozialen Entwicklung“: Er hat sich in zehn Jahren fast verdreifacht, im Schuljahr 2009/10 wurde er bei 105 Kinder festgestellt, zuletzt bei 283. Allgemeingültige Erklärungen gebe es dafür nicht. Allerdings wird inzwischen wird die Mehrzahl der Schüler mit Unterstützungsbedarf in Regelschulen unterrichtet.

Beliebteste Schulform unter den weiterführenden Schulen bleibt die Realschule. Knapp 35 Prozent der Kinder wechseln von der Grundschule dorthin. 33 Prozent der Grundschüler wechseln aufs Gymnasium, 24,9 Prozent auf die Gesamtschule und 6,3 Prozent auf die Hauptschule.

Weitere Infos gibt es hier:

www.hamm.de/alles-rund-um-schule

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