Spenden möglich

Im Corona-Distanzunterricht abgehängt? Tausende Schüler warten auf dringend benötigte Tablets

Insbesondere wenn sie von zu Hause aus lernen müssen, sind Schüler auf die Technik angewiesen.
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Insbesondere wenn sie von zu Hause aus lernen müssen, sind Schüler auf die Technik angewiesen. (Symbolbild)

Hammer Schüler müssen weiterhin auf die 6.500 Tablets und Laptops warten, die die Stadt für den Distanzunterricht an Schulen geordert hat. Wann mit einer Lieferung zu rechnen sei, sei völlig unklar, sagte Schuldezernentin Dr. Britta Obszerniks jetzt im Schulausschuss. Man werde immer wieder vertröstet.

Hamm - 2,6 Millionen Euro sollen die Endgeräte kosten. Beschaffen soll sie der IT-Dienstleister Citeq, eine Tochter der Stadt Münster. Hamm sei über einen Rahmenvertrag an die Citeq gebunden, sagte ein Stadtsprecher. Das Münsteraner Unternehmen habe bisher keine Ware von Großhändlern erhalten, die wiederum auf Belieferung durch die Hersteller warteten. Wäre Hamm nicht an die Citeq gebunden, hätte die Stadt den Gerätekauf europaweit ausschreiben müssen. (News zum Coronavirus in Hamm.)

Geräte können auch gespendet werden

Wer Laptops und Tablets spenden möchte, solle sich an die jeweilige Schule oder ihren Förderverein wenden, so der Stadtsprecher. Dort könne man dann mit der Schul-IT besprechen, was sinnvollerweise angeschafft werden kann und wie die Geräte an der Schule verteilt werden.

Für die anzuschaffenden Raumlüfter hatte die Stadt in der vergangenen Woche bereits mehrere Angebote, die jetzt geprüft würden, teilte die Verwaltung im Ausschuss mit. Für die Beschaffung rechne man mit sechs bis acht Wochen. Die Sporthallen will die Stadt gegebenenfalls nach den Weihnachtsferien wieder öffnen. Obszerninks sprach hier von einem „möglichen Fahrplan“.

Deutlich mehr Schüler betroffen als bisher bekannt

Deutlich höher als bisher angenommen war vor zwei Wochen die Zahl der Schüler in Quarantäne. Am Stichtag 2. Dezember gab es nach Angaben von Schulamtsdirektorin Martina Hosbach 1.315 Schüler, die wegen der Pandemie nicht am Unterricht teilnehmen konnten. Darunter seien 67 bestätigte Corona-Fälle. Außerdem seien 1.248 weitere Schüler von Schulleitungen als Corona-bedingt abwesend gemeldet worden, so Hosbach. Dazu kamen noch 46 Lehrkräfte, die sich in Quarantäne befanden.

Die Stadtverwaltung kam in ihrer Zählung für den 2. Dezember auf 60 infizierte Schüler und 600 weitere in Quarantäne. Erklären konnte die Verwaltung die Diskrepanz zunächst nicht, ein Grund sind möglicherweise unterschiedliche Erhebungsverfahren. Inzwischen sind die Zahlen deutlich gesunken.

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