Illegal entsorgte Gartenabfälle fügen der Natur Schaden zu

+
In die Biotonne gehört der Gartenabfall.

Hamm - Bis zu 500 Euro Bußgeld kann das illegale Entsorgen von Gartenabfällen kosten.

Mit dem Wachstum der Vegetation steigt beim Umweltamt auch wieder die Anzahl der Hinweise und Beschwerden über illegal abgelagerte Gartenabfälle, die auf unbebauten Grundstücken oder in der freien Landschaft gefunden wurden. Im vergangenen Jahr waren es etwa 35 solcher Grünabfallkippen, die vom Umweltamt beseitigt wurden. Das Umweltamt weist deshalb eindringlich darauf hin, dass diese Art der Abfallentsorgung in jedem Fall als Ordnungswidrigkeit verfolgt wird und mit empfindlichen Bußgeldern geahndet werden kann, in der Regel sind 500 Euro fällig. 

Werden die „Umweltsünder“ mit ihrem Fehlverhalten konfrontiert, ist häufig die Entschuldigung zu hören, dass pflanzliche Abfälle sich ja biologisch abbauen und so der Natur kaum ein Schaden zugefügt wird. Doch das Gegenteil ist der Fall. Rasenschnitt und Laub können dichte Lagen bilden, die Schimmel- und Gärprozesse in Gang setzen, in deren Folge Mikroorganismen im Boden absterben oder zumindest nicht mehr in der Lage sind, die zusätzliche Biomasse in Humus zu verwandeln. 

Durch das Überangebot an Stickstoff sowie den Resten von standortfremden Gartenpflanzen wird die ursprüngliche Vegetation zerstört oder verdrängt. Um diese Umweltbelastungen zu vermeiden, sollten Gartenbesitzer ihre pflanzlichen Abfälle entweder im eigenen Garten kompostieren oder die Entsorgungsangebote des ASH nutzen. Am Recyclinghof (Am Lausbach 4) ist zum Beispiel die Abgabe von Grünabfällen aus privaten Haushalten des Hammer Stadtgebietes bei eigener Anlieferung gebührenfrei. Auch die standortweise Grünabfallsammlung an bestimmten Samstagen (nächster Termin ist der 9. Juni) ist gebührenfrei: Während der Vegetationsperiode können kleinere Mengen Grünabfälle an verschiedenen Standorten im Stadtgebiet angeliefert werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.