Ilija Trojanow liest in Hamm aus „EisTau“

HAMM ▪ Angesichts des aktuellen Kälteeinbruchs passt der Titel des Buches, das der in Wien lebende Schriftsteller Ilija Trojanow am Montag, 6. Februar, im Gerd-Bucerius-Saal des Heinrich-von-Kleist-Forums vorstellt, hervorragend: „EisTau“.

In seinem neuen Roman erzählt der Schriftsteller mit bulgarischen Wurzeln von einem, der auszog, die (Um)Welt zu retten. Doch es geht hier um mehr – und zwar um die Verletzlichkeit der Natur und die Macht des Menschen, etwas für sie zu tun.

Der Leser hält das Notizbuch des fiktiven Ich-Erzählers Zeno in Händen, der als Expeditionsleiter in der Antarktis arbeitet. Seinen Beruf als Gletscherforscher hat der Protagonist an den Nagel gehängt, denn sein Gletscher ist tot, unwiederbringlich geschmolzen.

Er heuert stattdessen auf einem Kreuzfahrtschiff an, das ihn und die Touristen direkt in die Antarktis führt, wo sie erstmals einer unberührten Natur begegnen. Die Schönheit des Eises berührt nicht nur Zeno in seinem Herzen, sondern auch Paulina, die sich zu dem Wissenschaftler hingezogen fühlt. Zwischen ihnen entwickelt sich eine leidenschaftliche Affäre.

Trojanow versteht es nach Ansicht von Literaturkritikern, Zeitkritik in eine fesselnde Geschichte zu packen. „EisTau“ sei ein großartiges Beispiel für einen Wissenschaftsroman, der zu berühren weiß und zum Nachdenken anregt.

Die Autorenlesung findet im Rahmen der Volkshochschulreihe „Literatur am Montag“ sowie in Zusammenarbeit mit dem Forum Umwelt und gerechte Entwicklung und dem Klimastab der Stadt Hamm statt. Eintrittskarten gibt es an der Abendkasse. ▪ WA

Ilija Trojanow: EisTau. Hanser-Verlag, 171 Seiten, 18,90 Euro.

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