Von der Idee zum Produkt:    Grundstein für  das Innovationszentrum gelegt

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Hamm – Aus Ideen schneller marktfähige Produkte machen, junge Leute nach dem Studium an Hamm binden und die Wirtschaft fördern: Damit soll das Innovationszentrum Hamm punkten. Gestern wurde der Grundstein für das Projekt gelegt, das 12,5 Millionen Euro kosten soll.

NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart – sein Ministerium unterstützt das Zentrum mit 8,75 Millionen Euro – kam dazu zum Paracelsuspark. In unmittelbarer Nähe zur Hochschule Hamm-Lippstadt soll das Bindeglied zwischen Hochschulen sowie kleinen und mittelständischen Unternehmen entstehen. Das Innovationszentrum bietet auf drei Etagen rund 3 500 Quadratmetern Büro-, Technik- und Laborfläche sowie Konferenz- und Begegnungsräume. Studenten oder Absolventen, Gründer oder etablierte Unternehmen können dort Ideen zu Produkten entwickeln.

Dazu bietet das Zentrum eine Reihe von Einrichtungen. Herzstück ist das „Living-Lab“: In diesem Labor werden fertige Produkte auf ihre Anwendbarkeit getestet. Dazu können unterschiedliche Räume – vom Wohnzimmer bis zum hochmodernen Operationssaal – aufgebaut werden. „Wie nah ein solches ,Living Lab‘ die tatsächlichen Bedürfnisse von Produktionsbetrieben trifft, zeigt das Interesse eines Leuchtenherstellers in der Region, der hier in Zukunft seine neuen Produkte unter Echtbedingungen testen will“, sagt Dr. Karl-Georg Steffens, Wirtschaftsförderer der Stadt Hamm. 

Grundsteinlegung für das Innovationszentrum Hamm mit Minister Pinkwart

Im Innovationszentrum wird es zudem ein Labor geben, in dem biochemische und medizinische Untersuchungen durchgeführt werden; außerdem ein Technikum, in dem prototypische Fertigungsstraßen aufgebaut und Produkte getestet werden können. Hier sind vor allem innovative Anlagebauer gefordert. In so genannten „Co-Working-Spaces“ können Unternehmensgründer tage- oder monatsweise einen Schreibtisch anmieten und die Infrastruktur nutzen. 

Entsprechend stolz war gestern Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann: „Mit dieser Einrichtung schaffen wir für die Stadt Hamm etwas, was in dieser Form tatsächlich noch nicht dagewesen ist.“ Landtagsabgeordneter Marc Herter, der sich in Düsseldorf vehement für das Innovationszentrum eingesetzt hatte, sprach von einem Turbo, der nun gezündet werde. Für die Start-up-Szene sei auch die unmittelbare Nachbarschaft zum Fraunhofer Anwendungszentrum SYMILA und dem VR-Labor (Virtual Reality) der HSHL besonders interessant.

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