Täter im Jugendalter?

Polizei ermittelt Tatverdächtige nach Brand von Hunderten Heuballen

Lichterloh brannten in Braam-Ostwennemar wieder Strohballen.
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Lichterloh brannten in Braam-Ostwennemar Strohballen.

Die Polizei Hamm hat zwei Tatverdächtige ermittelt, die für den Brand von Hunderten Heuballen am 10. August verantwortlich sein sollen.

Update, 18. August, 13.01 Uhr: Nach dem Brand der Heuballen auf einem Feld am Nieliesberg hat die Polizei jetzt die mutmaßlichen Täter dingfest gemacht. Bei ihnen handelt es sich um zwei Jungen im Alter von 14 und 16 Jahren. Weitere Auskünfte könnten zum jetzigen Zeitpunkt nicht gegeben werden, weil die Ermittlungen andauerten. Deshalb ist auch noch unklar, ob weitere Brände - etwa das zweimalige Feuer an der Strohpuppe des Schützenvereins Braam-Ostwennemar - ebenfalls auf das Konto der Jugendlichen gehen.

Zweimal wurden auf dem Feld von Landwirt Alexander Demmer Strohballen angezündet. Unser Bild zeigt ihn mit den traurigen Resten.

Hunderte Heuballen brennen lichterloh: Unsere ursprüngliche Berichterstattung

Hamm - Wie die Polizei und die Feuerwehr mitteilten, gerieten am frühen Dienstagmorgen gegen 2.30 Uhr im Bereich Ziegeleistraße/Am Nieliesberg in Braam-Ostwennemar hunderte Heuballen in Brand. Ein Zeuge bemerkte die Flammen in der Nähe der „Ranch“ und alarmierte die Feuerwehr. Die Einsatz-Alarmierung lautete „Flächenbrand groß“.

Neben der Berufsfeuerwehr löschten Kräfte der Einsatzbereiche Mark, Braam-Ostwennemar, Werries, Haaren und Norddinker. Bis zu 26 Feuerwehrleute waren vor Ort. Unterstützt von einem Garten und Landschaftsbauer blieben einige von ihnen bis in den Dienstagnachmittag hinein, um ein kontrolliertes Herunterbrennen zu ermöglichen und die weitere Ausbreitung auf angrenzende Bäume und ein Maisfeld zu vermeiden. Mit einem Bagger wurden die Ballen auseinandergezogen, wie Feuerwehrsprecher Andreas Hagemann gegenüber WA.de sagte.

Neben rund 300 Heuballen wurden auf der betroffenen rund 6 mal 70 Meter großen Fläche nach Polizeiangaben auch fünf Bäume durch die Flammen beschädigt. Zur Höhe des Sachschadens gibt es verschiedene Angaben. Während die Polizei zunächst 3250 Euro nannte, sprach der betroffene Landwirt gegenüber WA.de von 10.000 bis 15.000 Euro dieses Mal.

Hunderte Strohballen brennen in Hamm: Hinweise dringend erbeten

Aktuell können die Ermittler noch keine Angabe zur möglichen Brandursache machen; Brandstiftung ist aber sehr wahrscheinlich.

„Wir sind bei den Ermittlungen stark auf die Bevölkerung beziehungsweise Hinweise möglicher Zeugen angewiesen“, erklärt Polizeisprecher Hendrik Heine: „Jedes kleinste Detail kann helfen.“ Hinweise erhoffen sich die Ermittler unter der Telefonnummer 02381/916-0 oder per Mail an hinweise.hamm@polizei.nrw.de. Wer unmittelbar verdächtige Personen bemerke, solle direkt die Notrufnummer 110 wählen.

Hunderte Strohballen brennen in Hamm: Feld schon zuvor betroffen

Auf Nachfrage bestätigte Polizeisprecher Heine, dass in der Nacht vom 18. auf den 19. Juni auf dem selben Feld wie jetzt bereits 30 Heuballen gebrannt hatten. Im Protokoll hieß es damals, diese hätten sich „keinesfalls von selbst entzündet“ haben. Der Landwirt berechnete die Schadensumme auf rund 6000 Euro.

Großes Aufsehen verursachte auch das wiederholte Abbrennen einer Schützen-Strohpuppe in Braam-Ostwennemar. Die Polizei konnte nach WA-Informationen bisher keinen Täter emitteln. Zudem hatte es in Hamm erst Mitte Juli auf mehreren Feldern gebrannt. Die Polizei vermutet jeweils den gleichen Verursacher.

Alle genannten Bereiche würden aus gegebenem Anlass seit einiger Zeit „verstärkt bestreift“, ergänzte Heine - und zwar auch mit zivilen Streifen.

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