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Hunde, Clowns und chinesische Top-Artisten: Weihnachtscircus gastiert ab Freitag in Hamm

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Von: Peter Körtling

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Die Artisten sind durch eine harte Schule gegangen, um ihre Kunststücke so perfekt zu beherrschen. © Szkudlarek

Hamm – In eine andere Welt können Besucher des Hammer Weihnachtscircus eintauchen. Er gastiert ab dem 20. Dezember zum vierten Mal an den Zentralhallen. Zu sehen sind Künstler aus dem Chinesischen Nationalcircus und andere Weltklasse-Artisten in der Show „Fernöstlich – Festlich – Familiär“.

Die Artisten können Dinge, bei dem so manchem schon beim Zuschauen schwindlig wird – das zeigten sie bei einer Stippvisite in Hamm. Liu Wen Long zum Beispiel jongliert große, schwere Keramik-Vasen, als gäbe es keine Schwerkraft. Oder Ge Shuhong, deren Spitzname „DouDou“ so viel wie „kleines Böhnchen“ bedeutet: Sie zeigt Kontorsionskunst auf Weltklasse-Niveau.

Das Training dafür begann wie für viele ihrer Kollegen schon als Kind, sie besuchte bereits mit fünf Jahren eine chinesische Zirkusschule. Inzwischen gehört sie zu den besonders biegsamen Menschen, die oft auch „Schlangenmenschen“ genannt werden. Auch Hao Wang jongliert – vor allem mit Diabolos. Hao Wang bietet hier echte Meisterkunst. Wer zuschaut, kann nur staunen.

Artistik eingebunden in poetische Geschichte

„Das Besondere am chinesischen Zirkus ist ja nicht nur die Spitzenklasse der Künstler“, erklärt Raoul Schoregge. Er managt den Chinesischen Nationalcircus seit mehr als 20 Jahren. Der internationale Erfolg, sagt Schoregge, liege in der Art der Inszenierung: Es werde immer eine poetische Geschichte erzählt, in die die Artistik eingebunden ist.

Weihnachtscircus will trotz Luftnot nochmal auftauchen

Dabei sind schon die Kunststücke selbst beachtlich, die in Hamm zu sehen sein werden: Hut-Jonglage, Stuhlakrobatik, Bogenschießen, Jonglage von Bänken auf dem Kopf, eine romantische Kontorsions-Paarnummer, Schwertkampf mit verbundenen Augen – ein Kaleidoskop, das Jung und Alt begeistern soll. „Nur wer gemeinsam Erlebnisse hat, kann auch gemeinsame Erinnerungen haben“, sagt Schoregge.

Luftdarbietungen unter der Zirkuskuppel

Die Inszenierung sei auf den europäischen Geschmack abgestimmt. Auch Liebhaber des klassischen Zirkus‘ kommen auf ihre Kosten: Die Zirkusprinzessinnen Karola und Alexia Casselli präsentieren Luftdarbietungen in der Zirkuskuppel, der französische Clown Tony Florees zeigt Anrührendes ebenso wie humorvolle Unterhaltung. Mit der Hundedressur der Familie Lauenburger kommt eine erfolgreiche, preisgekrönte Show dazu.

Zirkus-Familie auch im TV bekannt

Die Familiendynastie hat auch immer wieder außerhalb der Manege von sich reden gemacht: Alexa Lauenburger gewann schon als zehnjährige im Jahr 2017 die Fernsehshow „Das Supertalent“ und Vater Wolfgang ist gerade aus Großbritannien und den USA zurückgekehrt, wo er bei „Britain‘s got Talent“ und dem US-amerikanischen Pendant ins Finale einzog.

 „Das Thema Tiere im Zirkus ist ja sehr umstritten, aber als kleine Reminiszenz an den klassischen Zirkus wollte ich auf traditionelle Nummern nicht ganz verzichten“, sagt Schoregge, der einst selbst als Clown seine Zirkuslaufbahn begann und ab und an immer noch in er Manege steht.

Die Vorstellungen

Die Vorstellungen beginnen mit der festlichen Galapremiere am 20. Dezember um 19.30 Uhr, und setzt sich dann bis zum 5. Januar jeweils um 15.30 und 19.30 Uhr fort. Spielfrei ist am 23. Dezember, sowie am 1. und 2. Januar. An Heiligabend, 24. Dezember, bietet eine Aufführung ab 14 Uhr die Gelegenheit, die Wartezeit aufs Christkind zu verkürzen. Informationen und Tickets unter 02507 / 987 704, oder unter www.hammer-weihnachtscircus.de

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