Eine der schlechtesten Straßen in Hamm

Ausbau der Hüserstraße hat nach langem Warten begonnen

Schlaglöcher an der Hüserstraße in Bockum-Hövel
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Das Ende der Buckelpiste: Die Hüserstraße wird zurzeit saniert.

Manchmal dauert es eben etwas länger... Das trifft auf jeden Fall auch auf den Ausbau der Hüserstraße zu. Sie gehört seit Jahren zu den schlechtesten Straßen der Stadt. Der Investitionsplan der Stadt wies diese Baumaßnahme bereits seit fünf Jahren aus. Jetzt ist es aber tatsächlich losgegangen im Gewerbegebiet.

Bockum-Hövel - Wie es aussieht, wird Straßensanierung um einiges günstiger als geplant. Während bislang immer von Kosten in Höhe von 850 000 Euro gesprochen wurde, nennt die Stadt jetzt eine Summe von „nur“ noch 600 000 Euro. das liegt daran, dass der Unterbau so gut ist, dass nicht so tief gebuddelt werden muss wie ursprünglich geplant. Die Eigentümer dürfte es freuen. Denn sie müssen nun eine Viertelmillion Euro weniger für den Straßenausbau berappen.

Ausgebaut wird dabei von der Abzweigung Lippehof bis zum Ende der Hüserstraße. Die Bauarbeiten sollen laut Stadt bis voraussichtlich Ende Juli 2021 dauern.

Während der Arbeiten wird der Anliegerverkehr soweit wie möglich aufrechterhalten, versichert die Stadt- verwaltung. Dafür werde durchgängig ein Fahrstreifen befahrbar gehalten. Über kurzfristige Sperrungen werden die Anlieger von der ausführenden Baufirma vorab informiert.

Geplant war der Baubeginn sogar schon einmal im Jahr 2019. Im Herbst des vergangenen Jahres dann der zweite Anlauf für das umfangreiche Bauvorhaben. Da hieß es: Der voraussichtliche Baustart ist im Herbst. Möglicherweise deshalb, weil die Ausschreibung zwar erfolgt war, die Vergabe aber noch nicht. Sie stehe aber kurz bevor, hieß es damals aus dem Rathaus.

In der Hüserstraße reiht sich seit Jahren Schlagloch an Schlagloch. Bei dem Ausbau handelt es sich um die „erstmalige Herstellung“ der Straße in dem Gewerbegebiet mit Betriebswohnungen. Entsprechend sieht die Zuwegung aus – sie ist eigentlich nur eine immer wieder geflickte Baustraße.

Für die Verzögerungen gab es laut Stadt mehrere Gründe. „Unter anderem hat die Vermessung der Straße nach Angaben der Stadt länger gedauert als geplant“, so damals Stadtsprecher Lukas Huster. Außerdem gab es einen erhöhten Planungsaufwand, weil die Hüserstraße an ein FFH-Gebiet (Fauna-Flora-Habitat) grenzt und noch Abstimmungsgespräche geführt werden mussten, die ursprünglich nicht in der Planung waren.

Dazu kam noch, dass es im ersten Halbjahr 2020 nur zwei Sitzungsrunden gab, nämlich im März und im Juni. Bis März schaffte es die Stadtverwaltung nicht, die Planung bis zur Beschlussreife auszuarbeiten. Daher konnte der Ausbaubeschluss erst im Juni erfolgen. Die Ausschreibungen konnten demnach erst im dritten Quartal starten. Geplant ist der Erstausbau zwischen Lippehof und Wendehammer. Das ist der südlich gelegene Teil der Straße. Von der Hammer Straße bis Lippehof soll dabei auf der westlichen Seite zusätzlich ein Gehweg angelegt werden. Vorgesehen ist weiterhin, dass die Energie- und Wasserversorgung Hamm im Rahmen des Ausbaus Arbeiten an den Beleuchtungsanlagen und am Stromnetz durchführen wird.

Da es sich um den erstmaligen Ausbau der Straße handele, würden Erschließungsbeiträge nach Baugesetzbuch von den Anwohnern erhoben. Das seien 90 Prozent der anrechenbaren Baukosten, teilt die Verwaltung in einer Stellungnahme mit. Einige Anlieger hätten Beiträge schon bezahlt. Die genaue Höhe ergebe sich aus den tatsächlichen Kosten und könne erst nach Beendigung der Baumaßnahme beziffert werden.

Kritik hatte es auch an der Radwegeführung im Einmündungsbereich der Hüserstraße auf die Hammer Straße gegeben. Dort führt der Radweg nicht geradeaus weiter, sondern verschwenkt in Richtung Gewerbegebiet. Eine Änderung der Radwegeführung sei im Rahmen des Ausbaus der Hüserstraße aber nicht vorgesehen, hatte die Stadt damals mitgeteilt.

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