Arbeit statt Studentenleben

HSHL-Student Ben Scheurer: Mit 17 eigenes Unternehmen gegründet

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Ben Scheurer: "Ich finde Hamm super. Hier gibt es gerade für junge Gründer viele Möglichkeiten."

Mit 17 schon Chef sein – was viele nur träumen, hat Ben Scheurer einfach gemacht. Der Student an der Hochschule Hamm-Lippstadt hat vor einem Jahr sein eigenes Unternehmen gegründet.

Hamm – Unter dem Namen „Scheurer Technologies“ bietet der jetzt 18-Jährige verschiedene Online-Dienstleistungen an, erstellt beispielsweise Homepages für Unternehmen, baut Layouts für Blogger und berät Firmen, über welche Social-Media-Kanäle sie ihre Zielgruppe am besten erreichen können.

Um als Minderjähriger selbstständig zu sein, musste er allerdings zunächst eine Menge Papierkram wälzen. Dennoch: Auf seinen 18. Geburtstag wollte er nicht warten. „Ich wollte endlich richtig loslegen“, sagt er.

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Der jüngeren Generation fällt das leichter

Schon während seiner Schulzeit hat er Freunden und Bekannten mit ihren privaten Internetauftritten geholfen. „Irgendwann wurde mir klar, dass ich das auch beruflich machen möchte“, sagt er. Beigebracht hat er sich das selbst. „Ich glaube, der jüngeren Generation fällt das leichter, weil wir einfach näher dran sind“, sagt er.

Scheurer studiert inzwischen im ersten Semester Technisches Management und Marketing. „Ich kann das Gelernte direkt in meiner Arbeit umsetzen“, sagt er.

Rund 20 Kunden habe er bereits. Aktuell bearbeite er drei Projekte für unterschiedliche Kunden. Einer sitze in Hamburg. Obwohl auf seiner Homepage bereits jetzt im „Wir“ gesprochen wird, hat er bisher keine Mitarbeiter. Wenn die Auftragslage das zulasse, soll sich das aber ändern.

Für junge Gründer viele Möglichkeiten

Sein Trick: „Zeitmanagement.“ In den Freistunden erarbeitet er Strategien für das Unternehmen, zu Hause angekommen wird gearbeitet. „Ich habe auch eine Freundin, die ich oft sehe, und gehe zum Sport. Für mich ist die Arbeit mein Hobby und das soll auch erst mal so bleiben“, erklärt er. Er habe auch schon Kunden abgesagt, weil sie zu viel gefordert hätten.

Ursprünglich kommt Scheurer aus Sprockhövel nahe Wuppertal; für sein Studium ist er vor Kurzem nach Hamm gezogen. „Ich finde Hamm super. Es gibt hier gerade für junge Gründer viele Möglichkeiten“, sagt er. Seine Eltern stehen hinter ihm. „Nur meine Mutter macht sich immer mal wieder Sorgen um meine finanzielle Sicherheit“, sagt er.

Er selbst mache sich keine Sorgen. Auch die Insolvenz-Meldung seines Gründerkollegen Rubin Lind beunruhigt ihn nicht.

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