Hotline in Sachen Giftraupen - Stadt ergreift frühzeitig Maßnahmen

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Die Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners soll in Hamm in diesem Jahr frühzeitig eingedämmt werden.

In Hamm sind die ersten Nester des Eichenprozessionsspinners (EPS) aufgetaucht. Und nun?

Hamm – Als erste Anlaufstelle für Bürger, die im öffentlichen Raum oder im heimischen Garten Nester dieser Raupe entdeckt haben, hat die Stadt Hamm eine Hotline im Ordnungsamt freigeschaltet. Der WA beantwortet die wichtigsten Fragen.

Wie kann ich die Hotline erreichen?

Unter der Rufnummer 177272 können Bürger die Nester melden und erste Antworten zum Umgang und zum weiteren Vorgehen erhalten. Um einen Überblick über die Ausbreitung der Raupe zu bekommen, bittet die Stadt darum, auch Funde im heimischen Garten unbedingt zu melden. Die Hotline ist montags bis donnerstags von 7 bis 15.30 Uhr sowie freitags von 7 bis 12.30 Uhr erreichbar. Außerhalb dieser Zeiten können Funde unter ordnungsamt@stadthamm. de gemeldet werden.

Wie werden die Nester beseitigt?

Drei Fachfirmen wurden von der Stadt mit der Beseitigung der Nester im öffentlichen Raum beauftragt. Nach einer Vorabkontrolle durch die Stadt werden die Hinweise an die für den jeweiligen Bezirk zuständige Firma weitergeleitet. Sie saugt die Nester dann ab.

Wie lange dauert die Beseitigung der Nester?

Aufgrund der zu erwarteten großen Anzahl der Nester wird die Stadt eine Priorisierung vornehmen: Auf Spielplätzen, an Kitas und Schulen oder anderen stark frequentierten Wegen und Plätzen sowie an Bushaltestellen sind die Nester binnen 72 Stunden zu beseitigen. An den anderen Stellen geschieht dies binnen zehn Tagen nach Erteilung des Auftrags.

Was haben private Grundstückseigentümer zu beachten?

Grundsätzlich ist der Grundstückseigentümer für die Beseitigung der Nester zuständig. Die Stadt rät ihnen, die gefahrlose Entfernung der Nester von einem Fachbetrieb mit entsprechenden Kenntnissen und einer Schutzausrüstung durchführen zu lassen.

Welche Alternativen gibt es zum Absaugen in Hamm?

An drei in den vergangenen Jahren besonders betroffenen Stellen hat die Stadt mehr als 80 Meisenkästen aufgehängt. Meisen sind die natürlichen Feinde des EPS. Anders als in umliegenden Kommunen wird auf den Einsatz von Bioziden verzichtet, um, wie die Stadt erklärt, „Schäden an Flora und Fauna zu vermeiden“.

Eine neue Methode, die ihren Ursprung in den Niederlanden hat, möchte die Firma Alpha Clean GmbH mit Sitz in Heessen anwenden. Die ist in der Gebäudereinigung und in der Schädlingsbekämpfung tätig und setzt bei der Bekämpfung der Raupe auf ein kombiniertes, giftfreies Heißwasser-Spezialschaum-Verfahren. Dadurch werden, wie Geschäftsführer Lars Vorländer erklärt, die Eiweisstrukturen der Larven, Raupen und Härchen zerstört. Danach gehe von ihnen keine Gefahr mehr aus.

An der Ausschreibung der Stadt habe man nicht teilnehmen können, da nur das Verfahren des Absaugens angefragt worden sei.

Warum das rigorose Vorgehen?

Die Brennhärchen der Raupe können bei Menschen, die mit ihnen in Kontakt kommen, allergische Reaktionen auslösen sowie zu Verbrennungen und Atemwegsproblemen führen.

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