Hotel kommt doch nicht: Neue Pläne für die Ter Veen-Fläche in der Innenstadt

Das ehemalige Ter Veen-Gebäude soll erst abgerissen werden, wenn die Nachnutzung klar ist.
+
Das ehemalige Ter Veen-Gebäude soll erst abgerissen werden, wenn die Nachnutzung klar ist.

Es war schon absehbar, nachdem Hamm kürzlich auf der Homepage der Ghotel GmbH als kommender Hotelstandort verschwunden war. Nun ist es offiziell: Es wird kein Hotel auf der Ter Veen-Fläche geben.

Hamm - Stattdessen soll eine alternative Nutzung aus Büros und Wohnen entwickelt werden. Das teilte der Investor und Projektentwickler, die Dudoq Real Estate GmbH (Aachen), mit. Man bleibe trotz der aktuellen Entwicklungen durch die Coronavirus-Pandemie dem Standort Hamm treu. (News zum Coronavirus in Hamm)

StadtHamm
RegierungsbezirkArnsberg
Fläche226,3 km²
Einwohner179.916 (31. Dez. 2019)

Corona-Pandemie: Kein neues Hotel für Hamm

Mitte 2019 hatte die Dudoq Real Estate gemeinsam mit dem Hotelbetreiber Ghotel GmbH und in enger Kommunikation mit der Stadt Hamm eine Hotelneubaumaßnahme vorbereitet. „Die Corona-Pandemie hat jedoch immernoch tief greifende Auswirkungen auf den Hotelmarkt sowie auf die Finanzierungs- und Investorenmärkte. Diese werden sich frühestens ab 2023 einigermaßen erholen“, so Dr. Wilco Tijhuis, Leiter Entwicklung Hotel & Wohnen bei Dudoq. „Aus diesem Grund haben die Dudoq Real Estate GmbH gemeinsam mit der Ghotel GmbH entschieden, von der weiteren Entwicklung des Projektes vorerst abzusehen.“

Ein Hotel wie dieses sollte auf dem Gelände in der Hammer Innenstadt entstehen. Jetzt wurden die Pläne verworfen.

Kein Hotel in Hamm: Mikroapartments als Alternative?

Dudoq plane nun in Abstimmung mit der Stadt Hamm mehrere alternative Nutzungskonzepte. Hierbei solle die ursprünglich für das Hotel vorgesehene Gebäudestruktur weitgehend beibehalten werden. Zur Debatte ständen Mikroapartments bis hin zu Seniorenwohnen, oder aber auch Büronutzung. Favorit sei zurzeit eine Mischung aus beiden Nutzungsformen.

Um unschöne Baulücken im Stadtbild zu vermeiden, werde der Abriss des alten Kaufhauses erst erfolgen, wenn für alle Anträge das „Okay“ vorliege. Bis dahin sollen die Schaufenster in Abstimmung mit der Stadt kreativ gestaltet werden.

„Es ist schade, dass die Hotelplanung gestoppt werden musste. Mit Blick auf den Hotelmarkt und die Übernachtungszahlen ist diese Meldung aber nicht überraschend“, kommentiert Stadtbaurat Andreas Mentz die aktuelle Entwicklung. Eine Projektentwicklung im Hotelimmobilienmarkt bedeute aktuell ein großes Risiko. Die zentrale Lage des Grundstücks in Hamm lasse auch viele weitere Nutzungen zu. „Wir erwarten jetzt die alternativen Nutzungsüberlegungen und damit eine neue Planung für diesen Standort“, so Mentz.

Innenstadtentwicklung: Viele Veränderungen geplant

Nicht nur die Ter Veen-Fläche wird ihr Gesicht in den kommenden Jahren wandeln, nachdem das Kaufhaus 2019 schloss und damit eine Ära endete. In Sichtweite wird aktuell auch die „Kipp’n in“-Fläche komplett überplant. Nach dem Aus für den Kaufhof im vergangenen Jahr gibt es allerdings noch weitere Fragezeichen. Wir haben in einem ausführlichen Text die Lage der Innenstadt in Hamm beleuchtet.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare