Vergleich mit Nachbarstädten und -kreisen

Hohe Corona-Zahlen in Hamm wegen vieler Tests? Nicht wirklich...

Es ist nicht mehr mit dem Fluch der guten Tat zu erklären, dass die Zahl der Infizierten in Hamm so hoch ist. Das zeigt ein Vergleich mit Nachbarstädten und -kreisen.

Hamm – Monatelang hatte Hamm deutlich mehr getestet als es Nachbarkreise und Städte wie Dortmund, Münster oder Coesfeld getan hatten. Hatte sich in Hamm jemand infiziert, wurde jede Kontaktperson der ersten Kategorie automatisch getestet. In anderen Städten nahm man das nicht so genau und ordnete lediglich verpflichtend eine Quarantäne für diese Kontaktpersonen an. Positiv-Fälle blieben so unter dem Radar und belasteten nicht Statistiken und Inzidenzwert. (News zum Coronavirus in Hamm)

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hatte diese Vorgehensweise mit Beginn des aktuellen Lockdowns im November 2020 ermöglicht. Nunmehr ist das Ganze überholt.

Wie die Hammer Stadtverwaltung auf Anfrage mitteilte, hat das RKI vor etwa vier Wochen ein neues Kontaktpersonen-Management vorgegeben. Wer aufgrund des Kontakts zu einem Corona-Kranken in Quarantäne versetzt wurde, für den gibt es zu Beginn der Quarantäne einen PCR-Test, in der Quarantäne-Phase einmal wöchentlich einen Schnelltest und zum Abschluss einen verbindlichen Schnelltest am 14. Tag. Erst wenn dieser letzte so genannte POC-Test negativ ist, wird die Quarantäne formal mit Bescheid aufgehoben.

An diese Vorgaben halte sich nun auch die Stadt Hamm, heißt es aus dem Rathaus: „Eine Rundfrage bei den anderen Kommunen hat ergeben, dass diese sich ebenfalls an diese neuen Regeln halten und ebenso verfahren.“ Damit seien die Hammer Zahlen nach vielen Monaten auch wieder vergleichbarer mit denen anderer Kommunen geworden.

Rubriklistenbild: © Robert Michael

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