Stadt seit Ausbruch nicht mehr Corona-frei

Ein Fünftel aller bisherigen Infektionen in Hamm im November

Köln: Ein Mann bekommt einen Nasenabstrich an der Corona-Teststation am Hauptbahnhof
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Ein Mann bekommt einen Nasenabstrich. Auf diese Weise kann eine Corona-Infektion festgestellt werden. (Symbolbild)

Seit neun Monaten grassiert das Coronavirus in Hamm. Nach Bekanntwerden der ersten Fälle Mitte März wurde die Stadt nicht mehr virenfrei. Doch so bedrohlich wie in diesen Tagen war die Lage augenscheinlich nie zuvor.

Hamm - Mit derzeit mehr als 500 Infizierten wird jede fünfte der 2450 jemals in Hamm bekannt gewordene Infektion jetzt, in diesem November, durchgemacht. Dabei ist ein Ende der Fahnenstange vermutlich noch lange nicht in Sicht. (Corona-Spezialressort für Hamm.)

Der überwiegende Teil der Betroffenen steckt sich in den eigenen vier Wänden und unter Quarantäne bei bereits infizierten Angehörigen oder Lebenspartnern an. Wie viele Personen in Hamm mit Infizierten in einem Haushalt leben und noch nicht betroffen sind, konnte die Stadt bislang nicht beantworten. Eine Erhebung sei sehr langwierig und in der derzeit angespannten Lage kaum zu leisten. Auch ein Schätzwert wurde nicht kommuniziert. 2674 Personen befanden sich am Mittwoch jedenfalls in Quarantäne.

Mit einem aktuellen Inzidenzwert über 230 rückt die 250er-Schwelle in Hamm näher. Automatische Folgen würde auch ein Überschreiten dieser Marke nicht zur Folge haben. „Es gibt keine Festlegung seitens Bund oder Land, ab welchen Inzidenzwerten weitergehende Maßnahmen ergriffen werden müssen“, teilte die Stadt auf WA-Anfrage mit. Das Ampel-System sehe nach wie vor nur die 35 beziehungsweise 50 als Inzidenz-Grenzen vor.

Das sorgenvolle Zahlen-Szenario gilt nicht nur für Hamm, sondern für ganz Deutschland. Die Fallzahlen bleiben flächendeckend extrem hoch. Am kommenden Montag wollen die Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Merkel Bilanz über die aktuellen Corona-Maßnahmen ziehen. Ein CDU-Mann dämpft zuvor die Hoffnung auf baldige Lockerungen.

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