Was bedeutet die Situation nach dem vielen Regen?

Hochwasser in Hamm: Ahse macht sich mancherorts breit

Kurz vor der Ahsebrücke auf der Rhynernstraße in Süddinker floss das Wasser über den Wirtschaftsweg.
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Kurz vor der Ahsebrücke auf der Rhynernstraße in Süddinker floss das Wasser über den Wirtschaftsweg.

Der Dauerregen an den vergangenen Tagen hat die Pegelstände in den Hammer Gewässern stark steigen lassen. Die Ahse hat an einigen Stellen ihr Flussbett verlassen.

Hamm – Am Sonntagabend standen die Bürger Süddinkers mit großen Sorgenfalten auf der Stirn vor dem Fuhrbach. Viel fehlte nicht, und das Wasser wäre wieder einmal in Richtung Höfe und Häuser gelaufen, berichtet Ulrich Plattfaut, der direkt am Bach und in ständiger Sorge vor Hochwasser wohnt. die Rhynernstraße war noch am Vormittag des Rosenmontags überschwemmt.

„Das war wieder einmal sehr knapp. Und es war ja noch nicht einmal ein echtes Unwetter mit Starkregen, sondern Dauerregen mit zugegeben viel Wasser“, sagt Plattfaut, der sich wünscht, dass das geplante Hochwasserschutz-Projekt für Süddinker endlich umgesetzt werden kann.

Während der Fuhrbach so gerade noch im Bett blieb, hat sich die Ahse an manchen Stellen breit gemacht. Die Rhynernstraße in Süddinker endete für Verkehrsteilnehmer kurz vor der Holzbrücke. Hier floss das Wasser von den Wiesen aus über den Wirtschaftsweg, ein Übergang von Ufer zu Fluss war kaum zu erkennen.

Nahe des Hauses Gröneberg hat die Ahse ebenfalls das Flussbett verlassen und schwappt auf die Ackerflächen der Familie Renner.

Wasser rund um die Grönebergstraße

Im weiteren Verlauf in Richtung Hamm sind die Felder trockener. Dort wurde vor einigen Jahren ein Schutz eingebaut, um das Wasser aufzuhalten. Daher suchte es sich nun den Weg auf die Wiesen rund um die Brücke auf der Grönebergstraße. Sollte das Wasser dort noch einige Tage stehen bleiben, würde sich auch Ernteschaden ergeben.

Bedrohlich hoch stand das Wasser am Montag an der Grönebergstraße.

Um das Höhenniveau der Grönebergstraße zu erreichen, fehlen der Ahse allerdings noch ein paar Zentimeter. Damit ist aber nicht zu rechnen: Die Bezirksregierung Arnsberg teilt auf ihrer Internetseite mit, dass die Wasserstände zwar deutlich angestiegen sind, ohne jedoch kritische Höhen zu erreichen. Da nur noch geringe Niederschläge vorhergesagt seien, werden die Pegel nur noch leicht steigen, heiß es dort. Hochwassergefahr bestehe nicht. (Hier klicken für unsere Wetterprognose.)

Weiter heißt es: „Die überfluteten Auen in den renaturierten Abschnitten sind typisch für diese Jahreszeit und wichtig für den Naturhaushalt in den Auen. Die Auen dienen auch als natürliche Wasserspeicher.“

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