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Hochbetrieb in Apotheken aus Sorge vor Coronavirus

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All diese Dinge stehen auch in Hamm derzeit im Fokus bei Menschen, die sich vor dem Coronavirus schützen wollen.
All diese Dinge stehen auch in Hamm derzeit im Fokus bei Menschen, die sich vor dem Coronavirus schützen wollen. © picture alliance/dpa (Symbolbild)

Nachdem die Preise für Atemschutzmasken explodiert sind, warnen die Apotheker in Hamm eindringlich vor einem uneingeschränkten Preiswettbewerb im Gesundheitswesen. Hier geben sie praktische Tipps für jeden Einzelnen.

Hamm - In den Apotheken herrscht Hochbetrieb. Grippesaison, Erkältungszeit – und nun auch noch Menschen, die von der Berichterstattung über das Coronavirus verunsichert sind. In Hamm berät seit  Donnerstag ein Krisenstab die aktuellen Ereignisse.

„Wir sind die erste, niedrigschwellige Anlaufstelle für die Menschen in Gesundheitsfragen“, sagt Martin Schwarzer, Vorsitzender der Bezirksgruppe Hamm im Apothekerverband Westfalen-Lippe. Viele Patienten wollten zum Beispiel wissen, wie groß das Risiko sei sich anzustecken. „Vor allem aber suchen die Menschen Rat, wie sie sich vor einer Infektion schützen können“, so der Apotheker. Er hat einige wertvolle Tipps zusammengestellt:

Hygieneregeln

„Die allgemeinen Hygieneregeln schützen auch in diesem Fall“, so Martin Schwarzer und zählt auf:

Mund-Nasen-Schutz unnötig

Einen Mund-Nasen-Schutz zu kaufen, wie man ihn aus Operationssälen kennt, sei hingegen nicht sinnvoll, so Martin Schwarzer. Der tauge allenfalls dafür, dass eine bereits infizierte Person andere nicht durch Tröpfchen, die beim Husten oder Niesen entstehen, anstecke. Er schütze aber nicht davor, sich selbst zu infizieren.

Zu diesem Zweck gebe es Atemschutzmasken, die jedoch dazu bestimmt seien, medizinisches Personal beim Umgang mit erkrankten Patienten vor Infektionen zu bewahren. Diese Masken könnten das Atmen erschweren und seien deshalb nicht alltagstauglich.

Preisexplosion

Dass die Einkaufspreise für Masken derzeit aufgrund der hohen Nachfrage explodiert sind, ärgert die Apotheker in Westfalen-Lippe. „Das zeigt, dass die Gesundheitsversorgung der Bürger nicht uneingeschränkt den Gesetzen des freien Marktes und Preiswettbewerbs unterworfen werden darf“, so Dr. Klaus Michels, Vorstandsvorsitzender des Apothekerverbandes Westfalen-Lippe.

Aus diesem Grund müsse der Gesetzgeber auch endlich für alle Versicherten gleichermaßen die uneingeschränkte Preisbindung für verschreibungspflichtige Arzneimittel rechtssicher wiederherstellen, so Dr. Michels. - WA

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