„Manche lernen es nie!“

Hitlergruß und „Sieg Heil“: Zwei Männer fallen mit rechten Parolen in Zügen auf - in Hamm aus Verkehr gezogen

Ein Zug passiert einen Bahnübergang bei geschlossenen Schranken.
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In einem Regionalexpress aus Minden zeigte ein Fahrgastzähler den Hitlergruß. (Symbolbild)

Die Bundespolizei Hamm hat zwei Männer dingfest gemacht, die unabhängig voneinander am Montagabend mit rechten Parolen und Symbolen in Zügen auffielen.

Hamm - „Manche lernen es nie!“ schreibt die Bundespolizei in einer Mitteilung zu den beiden nun bekannt gewordenen Vorfällen. Immer wieder kommt es offenbar vor, dass Menschen in Zügen ganz klar zeigen, wes Geistes Kind sie sind.

StadtHamm
BundeslandNordrhein-Westfalen
Einwohner179.111 (2019)

Unabhängig voneinander musste die Bundespolizei Hamm nämlich am Montagabend gleich zwei Strafverfahren wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen einleiten.

54-Jähriger ruft „Sieg Heil!“ und schweigt danach

In einem ICE von Düsseldorf nach Berlin skandierte demnach ein 54-jähriger Deutscher während der Fahrt „Sieg Heil!“. Sowohl vom Zugpersonal als auch von den Fahrgästen wurde der Vorfall wahrgenommen. Durch einen Bundespolizisten, der ebenfalls an Bord war, wurde er am Hauptbahnhof Hamm an die dortige Bundespolizei übergeben. Der 54-Jährige äußerte sich nicht zur Sache.

Fahrgastzähler bestreitet Hitlergruß für Kollegen

In einem Zug von Minden nach Hamm habe ein 52-jähriger Fahrgastzähler gegenüber seinen Kollegen wortlos den Hitlergruß gezeigt. Er wurde von einem Kollegen gemeldet und in Hamm von der Weiterfahrt ausgeschlossen. Hier wurde der Wuppertaler durch die Bundespolizei in Empfang genommen, bestritt aber die Tat. Er habe lediglich seine Kollegen gegrüßt, wie er behauptet.

Gegen beide Beschuldigte wurde ein Strafverfahren wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen eingeleitet, bevor sie entlassen wurden.

Immer wieder Nazi-Parolen und Hitlergruß

Schon im Februar hatte sich in einem Zug von Dortmund nach Bielefeld ein Zwischenfall ereignet Ein Mann aus Marienheide konnte der Zugbegleiterin auf der Fahrt nach Bielefeld keinen gültigen Fahrschein vorzeigen. Im Laufe der Kontrolle spitzte sich die Situation zu, da der Schwarzfahrer begann, die Frau rassistisch zu beleidigen und ihr laut der Bundespolizei zu verstehen gab, dass er sich nicht von einer „schwarzen“ Zugbegleiterin kontrollieren lasse. Nach den rassistischen Beleidigungen soll der Mann noch lautstark „Heil Hitler“ gerufen haben.

Ein offenbar unbelehrbarer Maskenverweigerer wurde im November am Bahnhof in Attendorn festgenommen. Der betrunkene Mann grölte Nazi-Parolen und zeigte den Hitlergruß.

Angehörige einer Sicherungsgruppe des Bundeskriminalamtes (BKA) sollen kürzlich mit rassistischen Kommentaren aufgefallen sein und in einer Chat-Gruppe Enthauptungsvideos geteilt haben.

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