Besuch in der Eisoase

Hinter den Kulissen: So entsteht das beliebteste Eis der Hammer

Eisherstellung bei der Eisoase in Hamm: Lucas Marghotti und Chef Jakup Jakopi probieren jede Sorte, bevor sie die Eisküche verlässt.
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Geschmacksprobe: Lucas Marghotti und Chef Jakup Jakopi probieren jede Sorte, bevor sie die Eisküche verlässt.

Sie haben entschieden: In der Eisoase gibt es das beste Eis in ganz Hamm. Der WA hat bei der Produktion zugesehen, um dem Geheimnis auf der Spur zu kommen.

Hamm – Die Stühle stehen auf den Tischen, bis auf drei mit Folie abgedeckte Schalen ist die Eistheke leer. Das Licht ist aus. Bis auf das leise Surren der Kühlung ist es still in der Eisoase an der Werler Straße. Das wird sich aber schnell ändern. Denn sobald sich die Türen öffnen, herrscht hier reger Betrieb. Denn nach der WA-Umfrage ist die Eisoase bei den Hammern auf Platz eins.

„An guten Tagen verkaufen wir rund 200 Liter Eis“, sagt Geschäftsführer Jakup Jakupi. Damit es davon immer genug Nachschub gibt, ist die kleine Eisküche im hinteren Teil der Eisdiele 14 Stunden am Tag besetzt. Hier wird auch das Eis für die Filiale an der Südstraße gemacht. Bald kommt eine weitere Filiale dazu.

Blick in die Eisküche: Eisoase verkauft in Hamm an guten Tagen 200 Liter Eis

Auf hohen Regalen stehen große Eimer mit Sirup, Pulvern und anderen Zutaten. „Haselnuss“, „Pfirsich“ oder „Vanille“ steht auf den Etiketten. An der gegenüberliegenden Wand warten große Maschinen auf ihren Einsatz. In ihnen wird das Eis gekocht und gefroren. Vor Kopf steht ein großer Gefrierschrank. „Der erreicht bis zu Minus 90 Grad“, erklärt Jakupi. Deshalb hatte er ihn auch einem Arzt zur Impfstoff-Lagerung angeboten. Dazu ist es dann aber nicht gekommen.

So wird das Eis in der Eisoase Hamm gemacht

So wird das Eis in der Eisoase Hamm gemacht
So wird das Eis in der Eisoase Hamm gemacht
So wird das Eis in der Eisoase Hamm gemacht
So wird das Eis in der Eisoase Hamm gemacht
So wird das Eis in der Eisoase Hamm gemacht

Auf der Arbeitsplatte steht eine große Schüssel mit Erdbeeren bereit. Zwei Kilo werden für sieben Kilo Erdbeereis benötigt. Dazu kommen Zucker, Dextrose, Wasser und eine Art Hefe. „Eis ist wie Brot, es muss gehen und die genau richtige Zeit geknetet werden“, erklärt Jakupi. Gemeinsam mit Mitarbeiter Lucas Marghotti gibt er dem WA einen Einblick in die Eisherstellung. „Normalerweise machen wir hier eine Sorte nach der anderen, Zeit zum Rumstehen haben wir nicht“, sagt der Chef. Am Ruhetag geht es etwas entspannter zu.

Alle Zutaten landen in einer Schüssel und werden mit einem großen Pürierstab zu einer Masse vermischt. Dann muss sie eine Stunde ruhen. Währenddessen würde Jakupi jetzt die anderen Sorten vorbereiten. Die Vanille wird zum Beispiel frisch eingekocht. „Wir haben das für heute schon vorbereitet“, sagt Jakupi und holt eine weitere Schüssel hervor.

Eisherstellung im Akkord: Sieben Minuten pro Eissorte

Die helle Masse mit den feinen schwarzen Pünktchen erinnert noch mehr an Vanille-Soße. Das ändert sich aber schnell, als Mitarbeiter Marghotti sie in die Eismaschine schüttet. Durch ein kleines Fenster beobachten wir, wie die Masse unter ständigem Rühren immer cremiger wird. Ganz leise ist dieser Vorgang nicht. Etwas kurios: Während die Maschine läuft, fließt in der Spüle am anderen Ende der Eisküche Wasser. „So können wir kontrollieren, dass die Maschine richtig gekühlt ist“, erklärt Jakupi.

Nach etwa sieben Minuten ist das Eis fertig und kann mit einem Schaber in die, uns allen gut bekannten, Behälter gefüllt werden. Doch nicht, bevor es durch den Geschmackstest geht. „Wir probieren jedes Eis, bevor es rausgeht. Es kann immer mal was schiefgehen. Beim Fruchteis kommt es auch immer darauf an, wie süß oder sauer zum Beispiel die Erdbeeren oder Zitronen sind. Je nachdem stimmen wir den Zucker ab“, erklärt Jakupi. Damit sie wissen, wovon sie reden, sollen auch die Mitarbeiter im Verkauf jede Eissorte mindestens einmal probiert haben.

Eisoasen-Chef: „Ich esse jeden Tag so fünf bis sechs Kugeln Eis“

Sowohl Erdbeer- als auch Vanilleeis bestehen an diesem Tag den Geschmackstest. Hübsch aufgetürmt kommen sie dann noch für eine Stunde in die Kühlung, bis sie dann zu Kugeln geformt in den Hörnchen und Bechern der Hammer landen.

Satt sehen oder essen, kann man sich an seinem Eis übrigens nicht. Jakupi: „Ich esse jeden Tag so fünf bis sechs Kugeln.“ Seine Lieblingssorten: „Haselnuss und Praline“.

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