Was war denn am Warntag mit „Nina“ los?

Heulen und Knirschen in Hamm: Nicht alle fühlten sich alarmiert

Landesweiter Warntag: Innenminister lässt Sirenen heulen
+
Die Warn-App „Nina“ löste in Hamm nicht überall aus.

Anders als viele Leser ist die Feuerwehr Hamm zufrieden mit dem Verlauf des ersten Sirenen-Warntag des Jahres 2021. User der Warn-App „Nina“ beklagten zum Beispiel, diese habe sich nicht gemeldet.

Hamm - Auf 38 Hausdächern der Stadt Hamm sollten am Donnerstag ab 11 Uhr die Sirenen heulen. Es ging darum, deren Funktionsfähigkeit für den echten Notfall zu prüfen. Tatsächlich war das vielerorts gut zu hören. Aber nicht überall. Und das hatte zwei Gründe.

Erster Grund: Am Freitag lagen alle Rückmeldungen so genannter „Sirenen-Paten“ vor: Das sind in der Regel Mitglieder der freiwilligen Feuerwehren, die den Fortgang an den verschiedenen Standorten im Blick haben. Auch wenn zwei der Sirenen den Dienst verweigerten (im Feuerwehrgerätehaus Mark und auf dem Amtshaus in Heessen), zeigte sich Feuerwehr-Sprecher Wolfgang Rumpf zufrieden. Eben solche Probleme sollten ja aufgedeckt werden mit dem halbjährlichen Probealarm. Nun gelte es, die Fehler zu suchen, zu finden und zu beheben. In den genannten Fällen geht Rumpf von Programmierfehlern aus.

Zweiter Grund: Der stürmische Wind sorgte dafür, dass die Geräusche an den Standorten nicht rundum gleich gut zu hören waren, dafür in bestimmten Richtungen umso eindrucksvoller. Der Alarmton wurde mancherorts also sprichwörtlich vom Winde verweht.

„Nina“am Warntag in Hamm: Tonloser Totalversager?

So mancher Leser fühlte sich also außen vor: „Radio und/oder Fernseher müssten hier schon extrem leise sein, um überhaupt etwas zu hören. Ich hatte nichts von beidem an, lediglich mein Fenster zu, und habe das Geräusch nur am Rande mitbekommen“, schrieb einer. Und: „Ich freu mich schon drauf, wenn hier mal der Ernstfall eintritt und man dann davon nix mitbekommt...“

Größer noch war die Aufregung um die Warnapp „Nina“: Sie habe „mal wieder keinen Ton von sich gegeben“, wetterten Leser. Ein „Totalversager“. Was wiederum andere Smartphone-Besitzer überraschte, die pünktlich um 10.50 Uhr die erste und um 11.16 Uhr die zweite „Nina“-Meldung erhielten. Auch wenn es nicht pauschal gelten mag, könnte das Nichtmelden im Zweifel an fehlerhaften oder nicht erfolgten Einstellungen innerhalb der App liegen, etwa beim Aspekt der „Standorterlaubnis“.

Um 11.16 gab die App „Nina“ Entwarnung. (Zur Ansicht des kompletten Motivs bitte oben rechts hinein klicken.)

Kurzfristig hatte das Land die Verantwortung für das Auslösen von „Nina“ am Morgen der Kommune bzw. der Hammer Feuerwehr übertragen, die das zu den genannten Zeiten auch wie vorgesehen ausführte. Das bestätigte deren Sprecher Wolfgang Rumpf auf Nachfrage.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare